Eine Blamage

Erstellt am 19. März 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Landesliga / Die Bauda-Truppe enttäuschte auf allen Linien und bezog gegen das Tabellenschlusslicht eine Niederlage.
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Von Alfred Scharwitzl

ST. PÖLTEN II - HOLLABRUNN 29:27. Im vorgezogenen Match in der Landeshauptstadt fehlten neben Theresa Letz und Nadine Wieser auch die Rupprecht-Schwestern und Sabrina Smejkal. Dennoch waren die Weichen klar auf Sieg gestellt.

So begannen Zusana Pavolkova und Sandra Führer in der Grundaufstellung, während auch Aniko und Saskia Steinböck ihr Debüt im Kader der Kampfmannschaft feiern durften. Leeb & Co. fanden allerdings nur schwer ins Spiel und lagen nach neun Minuten bereits mit 2:7 zurück. Trainer Florian Bauda nahm bei diesem Stand ein Time-out und rüttelte die Mädchen wach. Nach schönen Flügeltoren von Stefanie Jordan und einem 6:0-Lauf gingen die Weinviertlerinnen mit 8:7 in Front. Doch eine Auszeit der Landeshauptstädterinnen führte zu einem Bruch im Spiel der Gäste. Dies hatte zur Folge, dass sich Nics & Co. nach zwanzig Minuten mit einem 8:13-Spielstand konfrontiert sahen. Dieser Rückstand konnte bis zur Pause nicht mehr verkürzt werden.

Unkonzentriert  und ineffizient

Schlecht platzierte Würfe (insgesamt scheiterten Gei schläger & Co. gezählte 20 Mal an der Torfrau ) und ineffizientes Überzahlspiel (neunmal hatte Hollabrunn zumindest eine Spielerin mehr auf dem Feld) waren die Hauptursachen für die schlechte Performance.

Doch die Kabinenpredigt zeigte Wirkung! Binnen weniger Minuten verwandelten Leeb & Co. den Rückstand in eine 18:17-Führung. Wieder waren die Flügelspielerinnen Jordan und Anna Prochazka hauptverantwortlich für den Zwischenspurt. Doch auch diesmal gaben die Weinviertlerinnen das Zepter wieder aus der Hand. Durchsichtige Angriffe, wenig Bewegung und harmlose Würfe, aber auch wenig Rückhalt durch die Torfrauen – Leni Nics und Elisabeth Mayer konnten zusammen nur 15 Bälle abwehren – machten den Tabellenletzten wieder stark, und nach 47 Minuten liefen die Hollabrunnerinnen erneut einem 20:26-Rückstand hinterher.

Nach einem weiteren Time-out verkürzten Jordan und Führer mittels Flügeltoren auf 25:26. Doch St. Pölten unterbrach den Hollabrunner Lauf und zog wieder auf 29:26 davon. Mehr als eine Ergebniskorrektur war in der Schlussphase nicht mehr möglich, und so holte sich der Tabellenletzte den ersten Sieg in der laufenden Saison.