„Es fehlte das gewisse Etwas“. SC-Retz-Routinier Andreas Fleischhacker über den Regionalliga-Abstieg, seine Zukunft und die 1. NÖN Landesliga.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 11. Juni 2014 (07:55)
NOEN, Gerstorfer
Am Ball. Andreas Fleischhacker (rechts) hängt eine achte Saison beim SC Retz an und blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: Gerstorfer

NÖN: Der SC Retz muss als abgeschlagener Tabellenletzter aus der Regionalliga Ost absteigen. Welche Gründe waren aus Ihrer Sicht dafür verantwortlich?
Andreas Fleischhacker: Es fehlte das gewisse Etwas. Für viele Spieler war der Abstiegskampf komplettes Neuland – Retz war es in der Vergangenheit gewöhnt, nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen und eher von Erfolg verwöhnt. Wir haben viele Spiele knapp verloren und viele Chancen nicht verwertet, wo man trifft, wenn man zum Beispiel vorne mitspielt und vieles selbstverständlich funktioniert. Dazu kommt, dass vielleicht nicht jeder die Leistung gebracht hat, die er hätte bringen können. Am Ende stehen eben die hinten in der Tabelle, die über die gesamte Saison gesehen nicht die notwendige Leistung erbracht haben.

„Das Umfeld, die Infrastruktur in Retz passen ja“

Sie sind bereits sieben Jahre in Retz und haben – trotz vieler Wechselgerüchte – um ein weiteres Jahr verlängert. Warum?
Ich bin keiner, der sich in schweren Zeiten davonmacht. Man muss auch in schlechteren Zeiten zum Verein stehen. Das Umfeld, die Infrastruktur in Retz passen ja, der Verein hat sich sehr positiv entwickelt. Dazu wird eine schlagkräftige Truppe für die Landesliga aufgestellt. Frisches Blut wird der Mannschaft sicher guttun.

Sie waren im Saison-Finish, als Bernhard Schuch, der ja mittlerweile seine Karriere beendet hat, auf der Ersatzbank saß, Kapitän. Ist es ein Ziel von Ihnen, das auch weiterhin zu bleiben?
Ob ich Kapitän bleibe, werden andere entscheiden. Natürlich würde ich mich geehrt fühlen, wenn ich die Mannschaft weiterhin als Kapitän anführen darf. Aber abgesehen davon hat innerhalb des Teams jeder seine Aufgaben, die es zu erledigen gilt.

Mit welchen sportlichen Zielen blicken Sie der kommenden Saison in der 1. NÖN Landesliga entgegen?
Das ist eine sehr interessante Liga mit sieben bis acht Teams, die so ziemlich auf Augenhöhe sein werden. Der Meisterkampf dort war schon heuer sehr spannend, dazu kommen starke Aufsteiger wie der Kremser SC oder Ebreichsdorf. Ich denke, dass wir da mitmischen und uns unter den Top sieben platzieren können. Vom sofortigen Wiederaufstieg sollten wir vorerst aber eher nicht reden.

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