Fokus liegt am Training. Das Retzer Segel-Duo Daniel Mulley und Barbara Nemec konzentriert sich derzeit voll auf das Training mit ihrem neuen Boot, einem Nacra 17. Regatten sind erst im Winter dran.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 01. August 2018 (02:44)
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Auf hoher See. Die Retzer Daniel Mulley und Barbara Nemec „fliegen“ mitihrem neuen Nacra 17 übers Wasser.

Bei den Retzer Seglern Daniel Mulley und Barbara Nemec ist derzeit alles aufs Training ausgerichtet. Seit sie vor Kurzem ein neues Boot bekommen haben, liegt der Fokus am Kennenlernen des neuen Arbeitsgeräts. Der Nacra 17 ist nämlich keineswegs so ungefährlich, wie die Sportart klingt: „Ein sehr guter Segler hat vor einem Dreivierteljahr drei Finger verloren, Schnittverletzungen gibt es auch relativ viele. Also jetzt heißt es nicht mehr einfach drauf steigen und probieren, sondern man sollte schon sehr genau wissen, was man tut“, ist sich Mulley der Gefahr bewusst.

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Daniel Mulley

Im Juni nahm das Duo die Kieler Woche in Angriff, wobei die sportliche Leistung dabei nicht im Vordergrund stand: „Es ging mehr darum, zu schauen, wie die anderen segeln, welche Detaillösungen es beim Boot gibt, auf die man allein nicht so draufkommt, und einfach ‚socializen‘ mit anderen Seglern.“

In nächster Zukunft stehen nun aber keine Regatten am Programm: „Wir schalten regattamäßig einen Gang zurück, gehen sehr fokussiert ans Training heran und schauen, dass wir das Boot bei allen Bedingungen zu hundert Prozent unter Kontrolle haben und auch schnell segeln können.“ Die nächste Regatta mit Retzer Beteiligung wird daher voraussichtlich erst im Winter in Portugal stattfinden.

Trotzdem wird in nächster Zeit viel gesegelt: Anfang der Woche brach das Duo nach Kroatien auf, um dort mit Trainingspartnern zu trainieren. „Das ist auch ein junges Team, das in diese Bootsklasse umge stiegen ist, und da können wir uns hoffentlich gegenseitig sehr viel helfen und pushen, dass wir in der nächsten Saison Vollgas geben können“, so Mulley.

Vor Kurzem wurde das neue Boot außerdem getauft. „Das Boot ist von meiner Schwester auf den Namen ‚Wright‘ getauft worden.“ Der Name entstand aufgrund des „Fliegens“ des Bootes über das Wasser, in An lehnung an die Pioniere des motorisierten Fluges, die Gebrüder Wright.