Modellautos „krabbeln“ im Steinbruch um die Wette . Die EM der ferngesteuerten Modellautos, die „Euro Crawl“, findet heuer in Retz statt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 04. September 2019 (02:33)
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Auch er wird in Retz am Start sein: der aktuell beste „Euro Crawler“ und Titelverteidiger Samu Sarka aus Finnland.

80 Teilnehmer aus 16 Nationen – vom finnischen Lappland über Israel bis Südafrika – werden am Wochenende von 13. bis 15. September in Retz er wartet. Zum Fußball? Nein. Zu einer Weinverkostung? Auch nicht. Sondern zur „Euro Crawl 2019“, der Europameisterschaft im Trial (Erklärung ganz unten) mit ferngesteuerten Model lautos.

Genauer Austragungsort ist der Steinbruch Obernalb im Freizeitzentrum Retz. Daniel Siegl, einer der Mitorganisatoren, erklärt, warum die Wahl auf die Weinstadt fiel: „Wir hatten dort schon öfters kleinere Veranstaltungen, das Gelände ist perfekt und die Zusammenarbeit mit dem Freizeitclub passt gut.“

Bei der „Euro Crawl“ kommen in insgesamt sechs Klassen sowohl an reale Vorbilder angelehnte Autos als auch rein auf Funktionalität gebaute Prototypen zum Einsatz. Wie bei einem Trial mit dem Motorrad geht es dabei darum, ausgesteckte Sektionen mit möglichst wenig Fehlern in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Im konkreten Fall der EM sind es sechs Minuten pro Kurs. Die österreichischen Teilnehmer zählen übrigens nicht zu den Medaillenanwärtern dieser alle zwei Jahre ausgetragenen Titelkämpfe.

Auf die Frage, was die Faszination von ferngesteuerten Modellautos ist, antwortet Siegl: „Es ist sicher etwas für Bastler und Tüftler. Es ist spannend, die eigenen Autos zu bauen und dann hoch konzentriert die Strecken und Aufgaben zu bewältigen.“ Die Szene ist dabei überschaubar: „Wir sind eine verschworene Community, jeder kennt jeden und es herrscht eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung. Das macht auch Spaß.“