Golf-Talent Emma Spitz: „Es geht immer besser“. Emma Spitz (18) vom GC Schloss Schönborn konnte ihren Titel bei der Italian Ladies Championship zwar nicht verteidigen, belegte aber immerhin den starken sechsten Platz.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 27. März 2019 (02:38)
Hat gut lachen: Österreichs Golf-Nachwuchshoffnung Emma Spitz. Peter Sonnenberg
Peter Sonnenberg

Die Göllersdorferin Emma Spitz war letzte Woche beim Italian Ladies Amateur in Acaya di Vernole am Start. Nachdem sie das Turnier letztes Jahr gewonnen hatte, belegte sie in der diesjährigen stark besetzten Auflage den sechsten Platz.

Mit Leistung beim Putten nicht ganz zufrieden

Die Titelverteidigerin startete dabei auch heuer gut ins Turnier: „Am ersten Tag habe ich wirklich stark gespielt. Da hatte ich eigentlich gute Chancen, aber habe nicht alle davon genutzt.“ Nach dem zweiten Tag, an dem sie nicht ihre besten Schläge zeigen konnte, spielte sie am dritten und vierten Tag wieder besser.

Zwar war sie mit ihrer Leistung beim Putten nicht ganz zufrieden, das Endergebnis konnte sich aber sehen lassen: „Auf den letzten fünf Löchern habe ich drei Mal eingechippt und dann habe ich eins über Par gefinisht, also das war nicht so schlecht.“

Das Ergebnis ist vor allem vor dem Hintergrund eines alles andere als einfachen Golfplatzes hoch zu bewerten. „Das war jetzt kein Platz, wo man viele Birdie-Chancen bekommen hat, sondern die musste man sich wirklich hart erarbeiten“, erzählte Spitz.

Auch die Grüns waren laut der 18-Jährigen nicht gut: „Ich weiß nicht, ob es ein Pilz war, aber auf jeden Fall hatten sie viele Löcher, wo der Ball einfach versprungen ist. Es war unberechenbar, wo er hingeht.“

„Wenn man das Turnier schon einmal gewonnen hat, dann möchte man immer wieder gewinnen.“Emma Spitz über Rang sechs

So ist der sechste Platz am Ende zwar ein gutes Ergebnis, die Nachwuchshoffnung vom Golfclub Schloss Schönborn hätte ihren Titel vom Vorjahr aber gerne verteidigt. Trotzdem ist sie nicht unzufrieden: „Es geht immer besser, aber damit kann ich gut leben. Wenn man das Turnier schon einmal gewonnen hat, dann möchte man immer wieder gewinnen. Aber man darf jetzt nicht unzufrieden sein.“

Nun geht es weiter nach Amerika. Dort stehen einige Trainingstage an, ehe am 3. April das Augusta National Women’s Amateur startet. Die Qualifikation für dieses erstmals ausgetragene Turnier schaffte sie ja durch ihren historischen Sieg bei der Girls’ British Open Championship im letzten Jahr.

Insgesamt sind 72 der besten Golferinnen der Welt startberechtigt – sie spielen im Augusta National Golf Club um den Sieg. Danach werden die Weichen für ihre Zukunft gestellt. Spitz verbindet den USA-Aufenthalt nämlich mit der Besichtigung zweier amerikanischer Universitäten, der UCLA in Los Angeles und der Univers ity of Oregon.