Auch Hollabrunn war kein Stolperstein. 17 Siege in 17 Spielen feierte Tabellenführer Graz. In Hollabrunn machte er „alle 18“ im Grunddurchgang perfekt.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 01. Februar 2017 (02:24)
NOEN, Kevin Kada
Knapp gescheitert. UHC-Spieler Philipp Biber und seine Teamkollegen konnten die perfekte Saison von18 Siegen in Folge der Grazer nicht vereiteln. Im Heimduell scheiterte der UHC mit 25:30.

Letztes Spiel im Grunddurchgang (siehe auch die Fotoserie ganz unten), und irgendwie ging es fast nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“. Zwei kleine Fünkchen Brisanz wurden dann aber doch noch gefunden: Mit mindestens einem Remis hätten die Hollabrunner, die bereits vor Weihnachten den Einzug ins Meister Play-off fixiert hatten, bei der anstehenden Punkteteilung einen Zähler mehr in angesprochenes Play-off mitgenommen, und zum zweiten, wären die Weinviertler gerne jenes Team gewesen, das den bis dahin makellosen Grazern (17 Spiele, 17 Siege) die weiße Weste auszieht.

Beide Unterfangen gingen aus Hollabrunner Sicht schief, spielten die Steirer einen souveränen 30:25-Sieg nach Hause. Vor allem, weil die Gastgeber mit ihrer Chancenverwertung haderten. Allein fünf Stangenwürfe in der ersten Halbzeit sprechen Klartext, dazu viele eingefangene Gegenstoßtreffer …

Kljajic im Play-off wieder mit dabei

„Gegen einen guten Gegner klappt das dann halt nicht – auch wenn unsere Leistung eigentlich gut war“, resümierte Hollabrunns Manager Gerhard Gedinger. Der führt auch das Fehlen von Spielmacher Anze Kljajic als Grund an.

Beim Slowenen wurde nun doch nicht der befürchtete Muskelfaserriss diagnostiziert, sondern „nur“ eine Zerrung. Kljajic steht bereits wieder im Training, wird auch beim Play-off-Auftakt am 12. Februar, auswärts bei St. Pölten, mit von der Partie sein.

Apropos Play-off: Mit Wohlwollen nahmen die Hollabrunner die Entscheidung ums fünfte Ticket auf. Denn da setzte sich Trofaiach im direkten Duell gegen Tirol durch, was dem UHC aufgrund der Konstellation mit drei steirischen und zwei NÖ-Teams eine ziemlich lange Auswärtsfahrt erspart.

Das Ziel für das Play-off ist klar: „Wir wollen ins Halbfinale“, so Gedinger.