Fehlpfiffe brachten UHC aus der Spur. Hollabrunn forderte HLA-Absteiger Bärnbach/Köflach voll, haderte in der zweiten Halbzeit aber mit den Referees.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 21. September 2016 (02:20)
Thomas Hagendorfer
Anze Kljajic (links) versuchte, dem Hollabrunner Offensiv-Spiel immer wieder seinen Stempel aufzudrücken, und traf auch fünfmal. Die Niederlage der dezimierten UHC-Truppe bei Bärnbach/Köflach konnte aber auch der Slowene nicht verhindern. Foto: Thomas Hagendorfer

BÄRNBACH/KÖFLACH - HOLLABRUNN 32:27.

Lange Zeit hielten die dezimierten Hollabrunner beim HLA-Absteiger mehr als gut mit, führten lange Zeit sogar. Nach einem offenen Schlagabtausch zu Beginn des Spiels, legten die Gäste mit einem Finale furiose in Halbzeit eins die Basis für den 15:12-Pausenvorsprung. Nach dem Wechsel drückten die Hausherren wieder aufs Gaspedal, erkämpften sich eine dezente Führung.

Doch die Weinviertler blieben dran, ehe sie krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichter-Duos aus der Spur brachten. Zunächst wurde Oliver Graninger, als er alleine aufs Tor zog, umgemäht. Anstatt eines Foulpfiffs oder dergleichen wurde auf „Schritte“ entschieden.

In der nächsten Szene wurde Philipp Biber beim Wurf gelegt, als der Foulpfiff ausblieb und Biber reklamierte, fasste er eine Zweiminuten-Strafe aus. Das alles in einer Phase, wo sich die Gastgeber die entscheidenden Meter absetzen konnten.

Pflichtsieg gegen Fivers II im Visier

Am Ende stellte Hollabrunn auf eine offensivere Deckung um, musste noch einige Konter einstecken. „Die Niederlage fiel sicher zu hoch aus – aber über die Schiedsrichter bin ich so richtig verärgert“, wetterte UHC-Manager Gerhard Gedinger über das Duo Radojko Brkic/Andrei Jusufhodzic.

Nichtsdestotrotz sprach Gedinger von der „besten Saisonleistung“. Auch in Anbetracht der zahlreichen Ausfälle. Gegen Fivers Margareten II sollen die aber nicht ins Gewicht fallen. „Alle bei uns wissen, dass hier ein Sieg her muss“, spricht Gedinger Klartext. „In Wirklichkeit ist noch nichts passiert – aber Umfaller darf es jetzt keinen geben.“