Die Revanche beim Aufsteiger glückte

Hollabrunn wetzte die Scharte des Auftaktremis aus, ein Mitgrund waren harte Worte von Trainer Ivica Belas.

Erstellt am 24. November 2021 | 03:13
Benedikt Schopp
Flugshow. Benedikt Schopp (in Gelb) war einer der vielen UHC-Youngsters, die Coach Ivica Belas am Ende erfolgreich durchspielen ließ.
Foto: Robert Simperler

Nach der durchwachsenen Vorstellung gegen St. Pölten waren die Hollabrunner rund um Kapitän Vlatko Mitkov & Co. zum Auftakt der Rückrunde in Wien gegen den Aufsteiger WAT Fünfhaus gefordert, um nicht weiter Boden in der Tabelle zu verlieren.

Zum Saisonauftakt hatte man überdies eine ärgerliche 28:29-Heimniederlage erlitten, für die es auch noch Revanche zu nehmen galt. Unter der Woche hatte Trainer Ivo Belas heftige Worte an seine Mannen gerichtet, da er vor allem mit der Defensivleistung nicht zufrieden war. „Da ist es richtig laut geworden“, meinte UHC-Manager Gerhard Gedinger. „Aber es scheint geholfen zu haben.“ Denn mit einem souveränen 32:24-Erfolg wurden die Fünfhauser klar und deutlich in ihre Schranken gewiesen.

In der Startaufstellung gab es mit Torhüter Mario Dubovecak und – etwas über raschend – Kreisläufer Goran Vuksa, der den Fitnesstest vor Spielbeginn bestand, zwei Änderungen. Auch die Körpersprache der UHC-Spieler rund um Geburtstagskind Kristof Gal passte endlich wieder. Geschlossen stemmte man sich im Deckungsverband den Hausherren entgegen und hatte diese zumeist gut im Griff. Im Angriff zeitigten blitzsaubere Kombinationen ihre Wirkung und brachten herrlich herausgespielte Treffer für die Weinviertler.

Der zweite UHC-Anzug sitzt immer besser

Eine 15:12-Pausenführung war der Lohn einer kompakten Mannschaftsleistung in Hälfte eins. Nach Wiederanpfiff legte ein blendend aufgelegter Spielmacher Kevin Wieninger sofort nach. Kapitän Vlatko Mitkov erzielte postwendend – trotz Unterzahl – den nächsten Treffer und untermauerte damit die UHC-Ambitionen.

Auch die „Crunchtime“ gehörte diesmal den Gästen – aber dem zweiten Anzug. Belas brachte die letzten zehn Minuten die komplette junge Garde zum Einsatz und diese ließ sich nicht lange bitten. I-Tüpfelchen war der finale Treffer, mit dem der erst 17-jährige Valerian Patschka sein erstes Kampfmannschafts-Tor erzielte. Erwähnenswert auch die bisher stärkste Saisonleistung von Vuksa, der eine hundertprozentige Trefferquote aufwies. „Ein kräftiges Lebenszeichen“, so Gedinger.