Hollabrunner verlieren auch zweites Spiel gegen Leoben

Erstellt am 30. November 2022 | 02:11
Lesezeit: 3 Min
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Torjägerduell gewonnen, Match verloren. Vlatko Mitkov erzielte zwar mehr Treffer im Spiel als Leobens Marek Kovacech, zog mit Hollabrunn in Summe aber den Kürzeren.
Foto: Thomas Hagendorfer
Hollabrunns Handball-Herren mussten die Tabellenführung in der Obersteiermark lassen. Der Manager nimmt‘s gelassen.
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Grunddurchgangs-Spiele gegen Leoben sind für den UHC Hollabrunn zuletzt ein rotes Tuch. Schon in der Vorsaison gab‘s in diesem Duell zwei knappe Niederlagen, und auch heuer wird man mit dieser Bilanz in die zweite Saisonphase gehen. Denn nach dem 25:29 im Saisonauftaktspiel zu Hause ging am Samstag auch das Auswärtsspiel in der Steiermark verloren, denkbar knapp mit 29:31.

Nach einem engen Verlauf das gesamte Spiel über ging es mit 30:29 für die Gastgeber in die letzten fünf Minuten, in welchen plötzlich (beinahe) kein einziges Tor mehr fiel. Hollabrunn hatte Sekunden vor dem Ende dann nochmals den Ball in der Hand, fand aber nicht wie angepeilt den eigenen Kreisläufer, sondern einen Leobener. Matevz Kunst nützte das doch noch zum finalen Treffer und zur Entscheidung.

Für den Slowenen, der in der Torschützenliste auf Rang drei liegt, war es der zehnte Treffer im Spiel, womit er auch Topscorer war. Das Duell zwischen Spitzenreiter Marek Kovacech (Leoben, sechs Tore) und dem Zweiten Vlatko Mitkov (Hollabrunn, neun) wäre eigentlich an Zweiteren gegangen, wie UHC-Manager Gerhard Gedinger im Vorfeld schon angekündigt hatte, das alleine war aber nicht ausreichend für den Sieg, denn: „Sie haben vier starke Legionäre. Aber es war eine offene Partie, man kann es an Kleinigkeiten messen.“

Umso lockerer nahm der Hollabrunner Funktionär auch den Umstand, dass sein Team neben dem Spiel auch die Tabellenführung verlor, diese übernahm Leoben. „Wir hätten natürlich gerne etwas mitgenommen“, gesteht Gedinger, „aber im Endeffekt geht es bei uns darum, dass die ersten vier ins Play-off kommen. Dort fangen wir wieder bei null an.“

Und dort hat man auch bessere Erfahrungen mit dem starken steirischen Rivalen gemacht. Anders als im Grunddurchgang gab‘s im Play-off der Vorsaison zwei Siege gegen Leoben, jeweils um ein Tor – ein weiteres Zeichen, wie sehr auf Augenhöhe diese beiden Teams sind.

Wieder sieben Siege in Folge als Reaktion?

Das Play-off ist aber freilich Zukunftsmusik, die Gegenwart heißt weiterhin Grunddurchgang. In dem geht‘s am Samstag gegen Krems/Langenlois. „Unter Anführungszeichen ein Pflichtsieg“, sagt der Manager, der auch noch im Kopf hat, wie sein Team auf die erste Niederlage gegen Leoben reagierte, nämlich mit sieben Siegen in Folge: „Wenn wir jetzt wieder sieben gewinnen, bin ich auch zufrieden.“