Hollabrunns UHC-Damen dürfen wieder loslegen. Jetzt fällt auch die Bundesliga der Frauen unter die Spitzensportregelung.

Von Peter Sonnenberg und Teresa Bruckner. Erstellt am 06. Januar 2021 (02:15)
Da geht’s lang! UHC-Damencoach Michael Huber gibt die Richtung vor. Foto: th
Hagendorfer

Eine erfreuliche Nachricht erreichte den UHC Hollabrunn kurz vor dem Jahreswechsel: Die Bundesligadamen dürfen ab kommenden Montag wieder in den Trainingsbetrieb ein steigen.

Möglich macht dies die Teilnahme am österreichischen Handballcup, wofür wiederum der Spitzensportstatus erforderlich ist. Das heißt in der Praxis, dass die Damen – genauso wie die Herren vor einigen Wochen – vor dem ersten Training bzw. dem ersten Cupmatch einen Anti gentest absolvieren müssen bzw. auch laufend getestet werden und sich den Covid-Maßnahmen unterwerfen müssen.

„Das wird uns zwar ein paar tausend Euro kosten, das ist es aber wert, dass die Mädels wieder loslegen können“, freut sich UHC- Manager Gerhard Gedinger.

Das freute auch Coach Mich ael Huber, der zum Jahres wechsel trotz schwierigem 2020 eine positive Bilanz zog:

NÖN: Schauen wir zurück zum Beginn der Saison: Wie würden Sie die Spiele im Herbst rückblickend beurteilen?

Michael Huber: Die Leistungen im Herbst waren vom Spielerischen her die meiste Zeit auf einem höheren Niveau als letztes Jahr. Das Problem waren die zwei frühen Verletzungen, die uns in den knappen Spielen die Punkte gekostet haben. Ich bin zwiegespalten. Die spielerische Leistung war wirklich gut, aber der Punkte-Output hätte viel besser sein können. Wir hätten eigentlich kein Spiel verlieren müssen.

Dann kamen der Lockdown und die Saisonunterbrechung. Was bedeutet das für die Zukunft?

Wenn man bedenkt, dass wir nur im Jänner und Febr uar und dann wieder von Juli bis Oktober trainiert haben, ist das für so junge Spielerinnen eine Katastrophe. Je mehr Erfahrung man hat, desto schneller kann man die alten Leistungen wieder abrufen. Ich kann wirklich keine Prognosen geben, aber wir werden sehen, wie die Mädels auf die Unterbrechungen rea gieren.

Die Freude ist deshalb groß, dass es ab 11.1. weitergeht?

Natürlich, die Mädels trainieren zwar schon die ganze Zeit, aber das Handballspezifische fehlt.

Worauf wird es jetzt beim Trainingsstart besonders ankommen?

Am Anfang wird besonderer Wert auf die Basics gelegt: Laufen, Fangen und Passen. Das Wichtigste ist in Wirklichkeit aber die Verletzungsprophylaxe. Es sind schon viel zu viele Kreuzbandverletzungen passiert.