Ivica Belas bleibt beim UHC. Erleichterung in Hollabrunn nach dem bitteren Aus im Play-off-Halbfinale der Bundesliga: Coach Ivica Belas wird die Bundesligaherren weiter trainieren.

Von Peter Sonnenberg und Teresa Bruckner. Erstellt am 09. Juni 2021 (04:07)
Erleichterung in Hollabrunn: Coach Ivica Belas wird die Bundesligaherren weiter trainieren.
Erleichterung in Hollabrunn: Coach Ivica Belas wird die Bundesligaherren weiter trainieren.
Malcolm Zottl, Malcolm Zottl

Endlich wieder positive Nachrichten aus dem Lager des UHC Hollabrunn nach dem bitteren Aus im Play-off-Halbfinale der Bundesliga und verpassten HLA-Aufstieg. Denn Coach Ivica Belas wird weiter in der Bezirkshauptstadt bleiben, wie UHC-Manager Gerhard Gedinger Anfang der Woche bekannt gab.

„Wir haben uns intensiv mit der Situation auseinandergesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass der Trainer nicht der entscheidende Faktor war, dass wir unser Saisonziel nicht erreicht haben. Und Ivo (Anm.: Belas) wollte uns dann in dieser so schwierigen Situation auch nicht im Stich lassen“, begründet Gedinger. „Wir sind froh, dass uns so ein anerkannter Fachmann erhalten bleibt. Aber natürlich weiß er, dass wir in Zukunft kleinere Brötchen backen müssen.“

Sprich, der Titel oder Aufstieg wird in nächster Zeit nicht anvisiert. Dafür wissen die Hollabrunner jetzt, wie die Liga aussehen wird. Denn wenig überraschend setzten sich die SG Krems/Langenlois und WAT Fünfhaus in den Relegationsspielen zur Bundesliga durch. „Unser Ziel muss es sein, eine gute Rolle zu spielen. Und dafür wird der Kader stark genug sein“, glaubt Gedinger. Dennoch gab es einige Bewegungen im Kader der Herren und Damen in der Vorwoche. Ein Überblick:

Weitere namhafte Abgänge

Bereits vier namhafte Abgänge hat Belas zu verkraften: Alen Markovic, Anze Kljajic, Patrick Prokop und Mathias Meleschnig (Anm.: die NÖN berichtete). Jetzt folgen ihnen noch Kreisläufer Maximilian Wagner und die beiden Flügel Sebastian Burger sowie Luca Urbani. Die Gründe?

Wagner ist mit seinem Jus-Studium fertig und hat jetzt sein Gerichtsjahr vor sich. Bei Urbani und Burger soll das Studium in Zukunft im Vordergrund stehen. „Das ist zwar schade, aber damit müssen wir leben“, nahm es Gedinger relativ locker, der diesen Exodus auch gleich zum Anlass nimmt, um den Unterschied zwischen heuer und dem kommenden Herbst zu veranschaulichen: „Bis jetzt hatten wir zwei gleichwertige Garnituren, ab jetzt nur mehr eine.“

Ein alter Bekannter kommt

Was die Zugänge angeht, gibt es nicht so viel Neues zu berichten. Einzig die Rückkehr von Andreas Dräger ist fix. Der Rückraumspieler war ja mit einer Doppelspielberechtigung ausgestattet für West-Wien und Atzgersdorf, wird in Zukunft aber nur mehr für den HLA-Verein oder die Hollabrunner auflaufen. Wobei eher zu erwarten ist, dass es Zweiteres wird. „Momentan kann er sich nicht bei West-Wien durchsetzen, weshalb es sicher kein Fehler ist, wenn er dafür bei uns zu Spielpraxis kommt.“

Zusätzlich sollen in der neuen Saison einige Talente aus der U20 in den Kampfmannschaftskader hochgezogen werden, weil Talente fördern und fordern die nächsten Jahre im Vordergrund stehen wird. „Grundsätzlich wird es bei uns diesen Sommer keine große Einkaufstour geben“, stellt Gedinger klar.

„Didi“ ist zurück

Zwar wird auch bei den UHC-Bundesligadamen auf Kontinuität und Nachwuchsarbeit gesetzt, allerdings wurde eine Torfrau für Helena Nics gesucht, die ja ihre Karriere beendete. Jetzt verriet Diana „Didi“ Öller, dass sie in der neuen Spielzeit wieder in Hollabrunn zwischen den Pfosten stehen wird – gemeinsam mit Daniela Blahova, die auch bleibt.

Ansonsten liegen einigen Spielerinnen Angebote vor, Trainer Michael Huber ist nach ersten Gesprächen zuversichtlich, auch diese halten zu können: „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie bleiben werden.“ Darüber hinaus sind keine Neuzugänge geplant, einige Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs werden die Bundesliga-Mannschaft aber im nächsten Jahr verstärken.