Mitkov lief heiß und ließ Hollabrunn jubeln

Mit einem Last-Minute-Treffer des Kapitäns gelang den Bundesligaherren ein wichtiger Sieg im „Vier-Punkte-Spiel“.

Erstellt am 08. Dezember 2021 | 02:10
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Und wieder ein Treffer. Nikola Kosteski (l.) war einmal mehr bester Werfer des UHC Hollabrunn. Da konnte sich auch der Grazer Goalie Luka Simonic (r.) lang machen, wie er wollte, gegen Kosteski war kein Kraut gewachsen.
Foto: Thomas Hagendorfer

Dramatik pur beim UHC Hollabrunn in der Wein viertel-Arena am Samstagabend – leider vor leeren Rängen. Denn das packende Finish gegen HIB Graz hätte ein volles Haus verdient gehabt. Beim Stand von 25:25 packte UHC-Kapitän Vlatko Mitkov seine Spezialität aus, traf wenige Sekunden vor Schluss mit seinem Wurf zum 26:25. Da der Grazer Topwerfer Deni Gasperov mit der allerletzten Aktion den Ball nur knapp neben das Tor setzte, blieb es beim Heimsieg für die Bezirkshauptstädter.

Direkte Duelle schauen gut aus für den UHC

Zwei Zähler in einem „Vier-Punkte-Spiel“, weil damit der zweite Konkurrent – nach Fünfhaus in der Vorwoche – um die Play-offs, sprich Top-Vier-Plätze, in die Schranken gewiesen wurde. Gegen beide Mannschaften hat der UHC somit das direkte Duell gewonnen. Auch in der Tabelle sieht es mit Rang vier aktuell deutlich rosiger aus als noch vor ein paar Wochen. „Das war enorm wichtig, nicht nur für das Selbstvertrauen, sondern auch für die Tabelle“, atmete Manager Gerhard Gedinger erleichtert auf.

Dabei haben sich seine Burschen das Leben selbst schwergemacht. „Weil es immer so wirkte, als ob wir alles im Griff hatten. Nur haben wir am Ende vergessen, den Sack zuzumachen“, ärgerte sich Ge dinger, der aber gleichzeitig feststellte: „Graz ist stärker, als es ihre Tabellensituation vermuten lässt.“

Das war auch in den 60 Minuten zu sehen, denn die Steirer waren nicht schlechter, scheiterten aber gerade zu Beginn immer wieder am starken Tormann Mario Dubo vecak. In der Offensive war neben Mitkov, der wieder einmal in der Schlussphase heiß, lief auch Sommer-Neuzugang Nikola Kosteski nicht zu stoppen und abermals bester UHC- Werfer.

Jetzt wartet das schwere Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Krems/Langenlois. Es wird kommenden Sonntag noch schwerer, da mit dem Einsatz einiger Spieler aus der ersten Mannschaft der Kremser gerechnet werden darf. Wie zum Beispiel Kenan Hasecic, Stephan Wiesbauer oder Lukas Nikolic. „Deshalb würde ich uns sicher nicht in der Favoritenrolle sehen“, stellte Gedinger klar.