Hollabrunner erlitten Fehlstart, der schmerzt. Ernüchterung im Lager des UHC Hollabrunn nach der knappen Auftaktpleite gegen WAT Fünfhaus.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 08. September 2021 (03:45)
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Und wieder eine Chance. Benedikt Schopp (l.) und Co. vergaben zu viele davon.
Hagendorfer

„Ich hatte schon so eine Vorahnung“, seufzte UHC-Manager Gerhard Gedinger nach der Heimpleite gegen Aufsteiger WAT Fünfhaus. Mit minus eins gegen den Aufsteiger zu verlieren, bedeutet für die Hollabrunner laut Gedinger „so in etwa, wie als Fußballer in der 95. Minute zu verlieren, extrem bitter.“ Eine Ursachenforschung zum Fehlstart:

Der fehlende Rhythmus

Durch die Umbauarbeiten der Weinviertel-Arena musste der UHC in der Vorbereitung von Halle zu Halle ziehen, kam deshalb nie in einen ordentlichen Trainingsrhythmus. „Ich habe immer gesagt, unser wahres Gesicht werden wir erst Anfang Oktober sehen“, meint Gedinger. Denn erst seit letztem Montag sind die Bezirkshauptstädter wieder „zu Hause“.

Auch die Tatsache, dass mit Mario Horvacki und Nikola Kosteski – beide deuteten übrigens ihr großes Potenzial an – zwei Neuzugänge erst relativ spät zur Mannschaft stießen, machte das Zusammenspiel nicht leichter.

Die fehlende Treffsicherheit

Was sich in den Vorbereitungspartien bereits abgezeichnet hatte, trat im ersten Spiel der neuen Saison auch zutage. Vlatko Mitkov & Co. erarbeiteten sich viele Chancen, vergaben diese aber oft leichtfertig.

Der fehlende linke Flügel

Nach dem Abgang von Sebastian Burger klaffte ein Loch links außen, eines, das Alexander Otte zwar nach Leibeskräften bemühte zu schließen, was ihm aber nicht ganz gelang.

Mit Andreas Dräger hätte man zwar einen Nachfolger, doch dieser ist momentan mehr für HLA Meisterligaverein West Wien (Anm.: Doppelspielberechtigung) im Einsatz, da es beim Wiener Traditionsverein momentan viele Verletzte gibt. Und gerade jetzt weilt er mit seinem Zweitverein beim Europacup in Moskau. „Wir wussten zwar, dass er im Herbst wohl nicht so oft für uns spielen wird, aber jetzt tut es uns doppelt und dreifach weh“, so Gedinger.