Fortuna zeigte Handballern kalte Schulter

Die Hollabrunner Bundesligaherren verloren erneut unglücklich.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 03:12
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Auf eine lange Zukunft im Hollabrunner Dress! Kreisläufer Tobias Parzer (l.) erhielt von UHC-Manager Gerhard Gedinger (r.) seinen ersten Vertrag.
Foto: UHC Hollabrunn

Der Blick auf die Tabelle macht den UHC Hollabrunn derzeit nicht froh. Nach der knappen Auswärtsniederlage hält man bei sechs Punkten und ist Achter von zwölf Mannschaften. Auf den ersten Blick enttäuschend, aber UHC-Manager Gerhard Gedinger relativiert: „Unabhängig davon, dass wir wussten, dass es heuer ein schweres Jahr wird, verlieren wir auch noch all jene engen Spiele, die wir in der Vorsaison noch knapp für uns entscheiden konnten.“

Dabei wäre beim Leader aus Leoben sogar was Zählbares möglich gewesen, aber gleich aus mehreren Gründen gab es die vierte Saisonpleite:

Die Schiris

„Ich habe selten so eine einseitige Pfeiferei erlebt, Heimbonus ist dabei noch ein Hilfsausdruck“, echauffierte sich Gedinger.

Das Publikum

Mit viel Lärm, Gepfeife und „netten“ Worten sorgte das Leobner Publikum für einen „Wohlfühlfaktor“ bei den Gästen, von dem sich vor allem die jungen Spieler doch ein wenig beeindrucken ließen.

Der Topscorer

Ein Grund für die Niederlage die überragende Vorstellung von SU-Flügel Marek Kovacech. Mit 13 Treffern „hat er uns die Hütte eingeschenkt“, wie Gedinger offen zugab. Ihn bekam die Hollabrunner Defensive nie in den Griff.

Der Verletzungsteufel

Kein Spiel ohne Ausfall beim UHC, diesmal erwischte es Kapitän Vlatko Mitkov, dessen Erfahrung und Routine in der „Crunchtime“ Gold wert gewesen wäre.

Top-Talent Parzer erhält seinen ersten Vertrag

Einer der Lichtblicke beim UHC ist der junge Kreisläufer Tobias Parzer. Im Dezember 2020 erhielt er erstmals die Möglichkeit, in der Kampfmannschaft mitzutrainieren. Eiserner Wille und großes Engagement waren in den folgenden Monaten bei dem Eigengewächs gefragt, um sich in der Ersten einen Platz zu erkämpfen.

Vor Beginn der neuen Spielzeit erfolgte ja eine Neuausrichtung beim UHC, mit der Zielsetzung, das Hauptaugenmerk in Zukunft wieder vermehrt auf eigene Spieler zu setzen. Deshalb vertraute man auf den ambitionierten Youngster und dieser zeigte bereits in der Vorbereitung starke Leistungen und konnte diese in den ersten Meisterschaftsspielen durchwegs auch bestätigen. „Wir haben uns zusammengesetzt und über seine Entwicklung bzw. seine zukünftige berufliche Ausrichtung lange gesprochen. Tobi fühlt sich in der Mannschaft unter Trainer Ivo Belas sehr wohl und entwickelt sich sukzessive weiter“, freut sich Gedinger über die Entwicklung des 19-Jährigen.

Parzer selbst brennt auf weitere Aufgaben: „Ich fühle mich beim UHC sehr gut aufgehoben. Mir ist bewusst, dass ich noch das eine oder andere Defizit habe. Daran arbeite ich aber konsequent, um besser zu werden. Das Vertrauen des Vereins ehrt mich, ist aber für mich auch Verpflichtung mein Bestes zu geben,“ freut sich der junge Hollabrunner über seinen ersten Vertrag.