Obritzer Motocrosser jubelte über Premierentitel. Obritzer Motocrosser Kevin Schneeweis (16) holte sich beim letzten Rennen des Auner-Cups die Junioren-Gesamtwertung.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 14. Oktober 2020 (00:19)
Höhenflug geht weiter. Kevin Schneeweis aus Obritz auf seiner Motocross-Maschine, auf der er Juniorenmeister wurde.
zVg

Siegerlächeln: Kevin Schneeweis holte sich seinen ersten Meistertitel.
privat

Riesenjubel beim 16-jährigen Obritzer Motocross-Top-Talent Kevin Schneeweis beim Finale der österreichischen Motocross-Meisterschaften in Hochneu kirchen-Gschaidt. Für den Weinviertler vom MSC Imbach gab es die erste „Titelfeier“ in seiner Karriere: Der HTL-Schüler gewann nämlich heuer erstmals die Juniorengesamtwertung im Auner 125ccm Zwei-Takt Cup der 13- bis 17-Jähr igen.

NÖN: Gratulation zu diesem Erfolg, wie sieht deine Gefühlswelt aus?

Kevin Schneeweis: Unglaublich, ist ja schließlich der erste Titel meiner Karriere, ein großes Dankeschön an meine Eltern, Fans und meinen Verein. Irgendwie kann ich es noch gar nicht glauben (lacht).

Dabei hast du mehr zittern müssen als ursprünglich gedacht, oder?

Schneeweis: Ja und wie, es war stressiger als gedacht. Ich bin einfach nicht mit der Strecke klargekommen. Im ersten Lauf war ich zwar Fünfter, aber im zweiten kam ich dann zu Sturz. Deshalb war nicht mehr als Rang zehn drin. Am Ende haben vier Punkte in der Gesamtwertung der Junioren für mich entschieden. Das hätte ich mir gemütlicher vorgestellt.

Trotzdem: Wenn dir vor der Saison jemand den Gesamtsieg im Auner-Cup prognostiziert hätte, was hättest du dem gesagt?

Schneeweis: Nie im Leben (lacht). Nein, ich habe wirklich nicht damit gerechnet, auch wenn ich schon wusste, dass ich vorne mitfahren kann. Aber es hat sich im Laufe der Zeit einfach ent wickelt, weil ich konstant um die Spitzenplätze mitgefahren bin. Und als die Chance da war, ist natürlich auch der Ehrgeiz groß gewesen.

Aber du bist ja auch bei den Erwachsenen ganz vorne im Spitzenfeld dabei, was bedeutet dir das?

Schneeweis: Genauso viel, dort bin ich ja Dritter in der Gesamtwertung geworden, da haben mir viele arrivierte Fahrer auf die Schulter geklopft, das macht mich ungemein stolz. Es zeigt mir auch, dass ich für Höheres bereit bin.

Damit sind wir schon beim Thema und es stellt sich die Frage, ob du einen Umstieg in eine höhere Motorenklasse planst?

Schneeweis: Ich werde früher oder später in die 250ccm-Klasse wechseln, auch ein Markenwechsel ist angedacht. Aber das alles wird sich erst im kommenden Frühjahr entscheiden. Mein Vorbild ist ja Markus Rammel (Anm.: Vereinskollege von Schneeweis beim MSC Imbach), der heuer bei den „250ern“ den österreichischen Vizestaats meistertitel einfuhr.

Nachdem das Night-Race in Imbach abgesagt wurde, ist deine Saison jetzt zu Ende?

Schneeweis: Genau, aber das heißt noch lange nicht, dass ich nicht mehr am Motorrad sitze. Wir können ja in Imbach – solange es die Witterung zulässt – trainieren. Daneben ver suche ich mich so fit zu halten, bin viel auf dem Rad unterwegs. Außerdem gilt es jetzt auch die technischen Daten zu analysieren und da vielleicht schon an einigen Verbesserungen für 2021 zu arbeiten. Also fad wird mir definitiv nicht in nächster Zeit (lacht).