Formkurve von Lauf-Ass Sophie Grabner steigt an. Die Retzerin Sophie Grabner (21) überzeugte in der Crosslauf-Freiluftsaison.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. November 2019 (02:56)
Der Blick geht in die richtige Richtung: Sophie Grabner (re., mit einer Teamkollegin) kommt in den USA immer besser in Form.
privat

Als gebürtige Retzerin ist Sophie Grabner viele Sonnenstunden und wenig Niederschlag gewohnt. Ein Mitgrund, warum sich die 21-Jährige an der McNeese State University im sonnig-warmen US-Bundesstaat Louisiana, wo sie in ihr zweites Studien- und Sportjahr startete, so gut eingelebt hat. Und eines vorweg, die Weinviertlerin kommt immer besser in Fahrt, auch wenn es in der Kälte einen kleinen Rückschlag gab.

„War eine sehr coole Erfahrung“

Aber der Reihe nach: Als Belohnung für ihren guten Saisonstart im Spätsommer wurde Grabner für die Southland Conference Championships in Conway (Arkansas) nominiert. „Das erste Mal, dass ich es in die Auswahl für die Championships geschafft habe“, strahlte die Retzerin. Am Ende wurden die „Mustangs“, so der Spitzname der Uni-Sportteams, Siebte.

Der Blick geht in die richtige Richtung: Sophie Grabner kommt in den USA immer besser in Form.
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Zufrieden waren Grabner und Co. damit aber nicht: „Weil wir in den Rankings der Saison sonst immer unter den Top-Drei waren.“ Vielleicht trugen auch die äußeren Bedingungen dazu bei: eiskalt, minus zwei Grad am Start und windig, „für uns im Süden trainierenden Sportler ungewohnt“, bibberte Grabner immer noch.

Zudem war die Strecke ziemlich eng, mit kleinen Anstiegen und Wasser – insgesamt sechs Kilometer kraftraubender Laufsport. „Wir haben auf jeden Fall unser Bestes gegeben, hatten aber durch die Bank nicht unbedingt unseren stärksten Tag. Nichtsdestotrotz war’s eine sehr coole Erfahrung.“

Bereits zuvor war Grabner bei einem der größten universitären Crossrennen in Amerika – an der berühmten Texas A&M University – am Start. Über 300 Läufer und einige der national top gerankten Teams und Athleten sorgten für ein unglaubliches Niveau. Dennoch überzeugte die Retzerin: „Dort bin ich meine bisher beste Zeit im Crosslauf in den USA gelaufen, und zwar 23:48 Minuten auf sechs Kilometer.“

Grabner und Co. beenden die Freiluft-Saison im Crosslauf diese Woche bei den Regional Championships in Fayetteville, Arkansas. „Ich freu’ mich, dass nach meinen ersten Conference Championships jetzt sogar noch die Regional Championships warten.“ Danach beginnt schon die Vorbereitung auf die Halle.