Sophie Grabner beeindruckt: „US-Hallen sind ein Traum“. Sophie Grabner (20) aus Retz steht mitten in der Hallensaison mit ihrer McNeese State University aus Louisiana. Dabei ist sie vor allem von der US-Infrastruktur beeindruckt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. Februar 2019 (02:46)
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Sophie Grabner

Für das Retzer Lauf-Ass Sophie Grabner ging es nach den Feiertagen Anfang Jänner zurück in die USA, wo sie als Teil des Laufteams ihrer McNeese State University direkt in die Hallen saison startete.

Jetlang als Herausforderung bei Rennen in Texas

Den Auftakt machte ein Rennen über 5.000 Meter an der Texas A&M University in College Station, Texas. Die 20-Jährige kam als Vierte ins Ziel, womit sie wichtige Punkte für ihr Uni-Team aus Louisiana machte (Anm.: die ersten acht jedes Bewerbes bringen dem Team Punkte) und dem Leichtathletik-Team der Mädels den starken zweiten Endrang in der Teamwertung dieses hoch klassig besetzten Meetings einbrachte.

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Die beeindruckende Halle der Texas A&M University.

„Für mich war das Rennen, das erst um halb acht Uhr abends gestartet wurde, eine kleine Herausforderung bezüglich des Jetlags, aber trotzdem kann ich mit dem Saison einstieg recht zufrieden sein“, berichtete Grabner. Das war übrigens auch ihr erstes 5.000-m-Rennen in der Halle. „Weil in Österreich und Europa diese Distanz in der Halle eigentlich nie angeboten wird“, wusste die Weinviertlerin zu berichten.

„Hier hat eigentlich jede Uni so eine Halle“

Was sie aber besonders beeindruckte, war die riesige Halle in Texas – mit Tribünen, Videoleinwand und zwei Bahnen. „So etwas gibt es in ganz Österreich nicht, ein Wahnsinn“, geriet Grabner ins Schwärmen. „Bei uns haben wir nur zwei taugliche Hallen in Wien und Linz. Hier hat eigentlich jede Uni so eine Halle, selbst hier im Süden, wo man eigentlich sowieso immer draußen trainieren könnte. Das ist ein anderer Stellenwert des Sports.“

Danach ging es mit dem „Home Meet“ an ihrer Uni weiter, wo Grabner über 3.000 m am Start war und in ihrem Zeitlauf den Dritten und gesamt den elften Platz (in 11:37 Minuten) erringen konnte. „Unser Girls Team konnte dieses Meeting klar gewinnen“, strahlte die Retzerin. Die Hallensaison geht jetzt nur noch bis Ende Februar, wo dann als großes Highlight die Southland Conference Championship stattfinden.

Dort messen sich die besten Läufer und Leichtathleten aus den South Central United States, also hauptsächlich aus den Bundesstaaten Texas, Loui siana und Arkansas. Im März geht es dann direkt weiter mit der Outdoor-Saison. Grabner war auf jeden Fall glücklich: „Ja, ich bin ganz zu frieden, es war auf jeden Fall ein guter Einstieg, aber ich weiß auch, dass in den nächsten Wochen bezüglich meiner Zeiten noch mehr drin sein sollte !“