Benzin liegt Kevin Schneeweiß im Blut. Mit dem 14-jährigen Kevin Schneeweiß aus Obritz wächst ein neues Motocross-Talent heran. Dass er den Weg auf das Motorrad fand, ist bei seiner Familie aber kein Wunder.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. Juni 2019 (01:04)
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Eine erfolgreiche Einheit: Kevin Schneeweiß mit seiner KTM. Er fuhr bis jetzt 85 bis maximal 125 ccm. In Zukunft wird es nur die „125er“-Klasse sein.

Weiter auf der Überholspur ist der erst 14-jährige Kevin Schneeweiß. Der Obritzer Motocross-Fahrer zeigt derzeit in der österreichischen Jugendmeisterschaft auf und liegt aktuell auf dem fünften Zwischenrang. Zuletzt setzte er beim Staatsmeisterschaftslauf in Imbach (Anm.: Bezirk Krems) eine Duftmarke. Dass er sich auf dieser Strecke so wohlfühlt, ist allerdings kein Wunder, fährt der Weinviertler doch seit drei Jahren für den MSC Imbach, eine der besten Motocross-Adressen Österreichs. Oder wie es Schneeweiß ausdrückt: „Das ist wie beim SK Rapid Fußball spielen (lacht).“

Zum Sport kam er übrigens über seinen Vater Gerhard, der ein begeisterter Autocrosser war. „Das ist eine lustige Geschichte, ich war bei einem Motocrossrennen, das mein Papa seinem Taufkind zuliebe besucht hat, mit und es gefiel mir so gut, dass ich gesagt habe, ich will es auch ausprobieren.“ Gesagt, getan, Schneeweiß bekam seine erste Maschine und steigerte sich von Jahr zu Jahr. Ein Auszug aus seiner langen Erfolgsliste: 2014 wurde er Zweiter beim Wald viertel-Cup, 2016 belegte er Rang zwei beim Südböhmen-Cup und im Vorjahr Platz drei beim Oberösterreich-Cup.

Tipps und Tricks, wie es noch besser bzw. schneller geht, kann er sich bei seinem Vereinskollegen, und großem Idol, Rene Hofer holen – einem der besten MX-Fahrer des Landes. Was sind die nächsten Ziele von Schneeweiß? „Vor allem verletzungsfrei bleiben, in unserem Sport darfst du nicht wehleidig sein“, schmunzelt der Youngster. Von ganz schweren Verletzungen ist er bisher verschont geblieben. In ferner Zukunft träumt der Obritzer von der Teilnahme am deutschen ADAC-Cup oder sogar an den Europameisterschaften. Ansonsten will er bei den österreichischen Jugendmeisterschaften weiter vorne mitmischen. Nächster Lauf ist am 16. Juni im ober österreichischen Schwanenstadt.

Wer jetzt glaubt, Schneeweiß konzentriere sich nur auf den Rennsport, der irrt. Der Schüler der HTL Hollabrunn hat klare Vorgaben von zu Hause. „Die Schule steht an erster Stelle. Sollte es da nicht klappen, dann gibt es kein Benzin für die Maschine. Sagen wir’s so, bis jetzt passen meine Noten (lacht).“