Hollabrunn

Erstellt am 10. Mai 2017, 02:36

von Kevin Kada

Heimrennen nur Testfahrt. Da der Rahmen für das neue Fahrzeug von WRT-Fahrer Philip Stenzl erst verspätet ankam, ist das Rennen in Hollabrunn am kommenden Wochenende eine Fahrt ins Blaue.

Baustelle. Stenzls Wagen, mit dem er am kommenden Wochenende am WRT-Ring starten wird, stand eine Woche vor dem Rennen noch in derheimischen Werkstatt und war noch nicht fahrtüchtig.  |  NOEN, privat

Sieben Tage bevor das Startsignal für das Rennen am Hollabrunner WRT-Ring ertönt, steht das neue Fahrzeug von Philip Stenzl in der Werkstatt. Das Innenleben des Fahrzeugs ist zwar bereits montiert, aber fahrtüchtig ist das neue Gefährt noch nicht.

„Durch die FIA-Reglement-Änderungen für 2017 musste ich mein Auto komplett umbauen. Neben einem neuen Rahmen habe ich auch ein neues Getriebe verbaut“, erklärt Stenzl.

Philip Stenzl, Fahrer des WRT Hollabrunn. Foto: privat  |  NOEN, Kada

Durch die Änderungen und das verspätete Eintreffen des Rahmens konnte Stenzl bisher keinen einzigen Trainingstag mit Testfahrten absolvieren: „Das wird spannend. Denn durch das neue Getriebe ist das Fahrverhalten des Autos ein anderes. Da ich nicht vor dem Rennen am WRT-Ring testen konnte, muss ich die ersten Starts und Runden dafür verwenden, mich an das Auto zu gewöhnen.“

Neben dem neuen Rahmen und Getriebe veränderte sich auch das Gewicht des Fahrzeugs. Ebenfalls eine große Unbekannte für den Hollabrunner Motorsportler: „Dadurch verändert sich der Schwerpunkt, was vor allem auch das Fahrverhalten ändert.“

Dementsprechend ist Stenzl vor dem kommenden Rennwochenende in puncto Erwartungen vorsichtig: „Ich will natürlich schon um den Sieg mitfahren. Aber es ist eine Fahrt ins Blaue. Wenn ich mich schnell an das neue Auto gewöhne, dann könnte etwas möglich sein. Wenn nicht, dann wird es zumindest eine gute Testfahrt für die Europameisterschaft.“

Zur Unterscheidung: In Hollabrunn wird die Zonen-Europameisterschaft gefahren. Sozusagen der kleine Bruder der richtigen EM, die am 27. Mai in Deutschland startet. Dort wird auch Stenzl am Start sein: „Und da ich die Zonen-EM im letzten Jahr gewonnen habe, nehme ich die diesjährigen Läufe als Testfahrten mit. Mein Fokus liegt auf dem großen Event.“