Poker um Legionär. SC Retz / Jiri Adamec darf wohl nur bleiben, wenn es mit der Verpflichtung eines neuen tschechischen Legionär doch nichts wird.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Juni 2014 (08:14)
NOEN, Gerstorfer
Der SC Retz ist abgestiegen, Stefan Bräuer (rechts) hingegen bleibt in der Regionalliga. Der Außenverteidiger wechselte zu Ritzing und verlässt den SC damit bereits wieder nach einer Saison. Foto: Gerstorfer
Die Stürmersuche hat beim SC Retz oberste Priorität – diese Causa beschäftigt die Retzer Verantwortlichen derzeit am meisten. Der tschechische Stürmer würde gerne beim Verein bleiben, gilt intern aber eher nur als Notlösung, sollte es nichts mit einem neuen Angreifer werden.

Laschet erwartet sich mehr Einsatz von Adamec

„Auf alle Fälle muss schnell eine Entscheidung her“, fordert Sektionsleiter Werner Mischling angesichts des Trainingsstarts am 30. Juni. „Bis dahin hätten wir gerne die Mannschaft zusammen, damit wir gleich voll loslegen können.“

Spielertrainer Sascha Laschet attestiert Adamec Qualität, erwartet sich aber mehr Einsatz. „Ein Profi muss mehr tun, als nur zu den Trainings zu kommen. Der muss auch mal etwas eigenständig angehen.“

Stefan Bräuer bleibt in der Regionalliga

Eigenständig ging es hingegen Stefan Bräuer an. Nach einem längeren Hin und Her entschied er sich jetzt doch, Retz zu verlassen.

Zunächst war er auf Probetraining in Liefering, danach beim SKN St. Pölten. Dann schien es, als ob er trotz des Abstiegs aus der Regional liga doch beim SC bleiben würde, nun ist er aber schon nach seiner ersten Saison wieder weg: Der junge Außenverteidiger wechselte zu Ostligist Ritzing.

„Schade. Wir hätten ihn gerne behalten“, meint Sektionsleiter Werner Mischling, der sich dafür mit Stefan Stiedl über eine Vertragsverlängerung einigen konnte. Auch Stiedl liebäugelte ja zuletzt mit einem Weggang.

Trainer Sascha Laschet hofft, dass der Kader bald steht, und ist zuversichtlich: „Wir werden bestimmt eine schlagkräftige Truppe haben.“