Mittelfeld-Ergebnisse werden für Mulley/Nemec greifbar. Die Retzer Segler Daniel Mulley und Barbara Nemec boten nach längerer Wettkampfpause beim Portugal Grand Prix trotz schwieriger Bedingungen eine gute Leistung.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 27. Februar 2019 (02:42)
Vilamoura Sailing
Daniel Mulley und Barbara Nemec schlugen sich in Portugal trotz starken Windes gut.

Vor Kurzem starteten die Retzer Segler Daniel Mulley und Barbara Nemec beim Portugal Grand Prix in Vilamoura und gingen mit positiven Gefühlen aus der Regatta: „Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir da abgeliefert haben“, berichtete Mulley.

Das übergeordnete Ziel dafür war, einmal in den Regatta modus hineinzukommen und das Boot bei allen Bedingungen unter Kontrolle zu haben. Dabei mussten sie, nachdem die Trainingsphase eher von leichtem Wind geprägt war, gleich bei erschwerten Bedingungen bestehen. Der Wind war an vier Tagen nämlich so heftig, dass am ersten Tag kein Segeln möglich war.

„Jetzt heißt’s: Detailverbesserung und anfangen, Geschwindigkeit zu suchen“Daniel Mulley

Auch an den nächsten beiden Tagen war der Wind sehr stark. Trotzdem meisterten sie die Bedingungen gut: „Wir sind bei jeder Wettfahrt ins Ziel gekommen, nicht gekentert und haben eigentlich auch pushen können. Es war also kein reines Überleben, sondern durchaus Wettkampfsegeln, was wir da gemacht haben“, freute sich Mulley.

Vilamoura Sailing
Daniel Mulley

So ließen sie im Endeffekt drei Boote hinter sich, was den Retzer positiv stimmte: „Das Mittelfeld fängt an, greifbar zu werden.“ Das Ergebnis ist auch deshalb hoch einzustufen, weil die Regatta laut Mulley stark besetzt war: „Schlechte Teams trainieren über den Winter nicht. Wir waren wieder einmal das einzige Team ohne Trainer, aber das stört uns mittlerweile gar nicht mehr, oder wir nehmen halt die Herausforderung an.“

An das gute Gefühl wollen die beiden auf ihrer nächsten Station in Palma anschließen. „Da haben wir auch eine Vorregatta. Das ist sozusagen die Generalprobe für den ersten Europacup.“ Außerdem ist die Hoffnung von Nemec und Mulley, dort noch mehr die Möglichkeit zu bekommen, mit anderen Booten zu trainieren, um die ersten Mittelfeldergebnisse präsentieren zu können. „Jetzt heißt’s: Detailverbesserung und anfangen, Geschwindigkeit zu suchen“, so Mulley über die Zukunft.

Zwischen Trainings und Regatta versuchen die beiden Retzer aber auch, ihren Sport für die Zuseher greifbarer zu machen. Dafür betreiben sie einen YouTube-Kanal, der unter www.youtube.com/born2sail zu finden ist. „Wir bemühen uns, dass wir da halt auch ein bisschen den Segelsport promoten.“ Ein Rückblick auf Portugal darf da natürlich nicht fehlen.