Walter Danis: Mit 80 immer noch das Herz des Vereins. SC-Prottes-Obmann Walter Danis (80) gewann die Wahl zur "Guten Seele" im Weinviertel im Rahmen der NÖN-Sportlerwahl 2020.

Von David Aichinger. Update am 04. März 2021 (10:40)
Die gute Seele des Weinviertler Sports 2020: Walter Danis.
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Im Rahmen der NÖN Sportlerwahl 2020 wurde in fünf Regionen Niederösterreichs auch wieder je eine "Gute Seele" ausgezeichnet. Im Weinviertel ging dieser Titel an Walter Danis, der seit 30 Jahren Obmann des SC OMV Prottes (Bezirk Gänserndorf) ist und schon seit 1963 durchgehend Funktionär im Verein.

Die NÖN besuchte das allseits bekannte und beliebte Gesicht des SCP in "seiner" Sportplatzkantine und bat dort auch zum Videointerview. Dass der jung gebliebene Pensionist ein vielbeschäftigter Mann ist, beweist das Klingeln seines Mobiltelefons, das im Video ab 3:10 Minuten so laut läutete, dass es das Interview kurzfristig sogar übertönte - mit einem außergewöhnlichen Klingelton ...

„Wie komme ich zu dieser Ehre?“ Bescheiden wie eh und je nahm Walter Danis die Nachricht der NÖN auf, als „Gute Seele des Weinviertler Sports“ 2020 ausgezeichnet worden zu sein. Leser und Leserinnen waren aufgerufen worden, Vorschläge für diesen Preis einzubringen, unter allen Genannten entschied sich eine Fachjury im Weinviertel für Danis.

Das Warum, und damit die Antwort auf die eingangs erwähnte Frage des Siegers, ist so klar wie umfangreich: Danis ist seit 30 Jahren Obmann des SC Prottes (Bez. Gänserndorf) und seit 1963 durchgehend Funktionär, managt sämtliche Teams von Klein bis Groß, pflegt die Sportanlage, betreut die Kantine. „Er ist irgendwo mein Lebenselixier“, antwortet der gebürtige Stillfrieder, der in Prottes sesshaft geworden ist, auf die Frage, was ihm der Verein bedeute.

Ans Aufhören denkt er trotz des fortgeschrittenen Alters – im Oktober wurde er 80 – nicht. „Solange Gott will“ werde er weitermachen, sagt der allseits beliebte Funktionär, obwohl er gerne, „auch wenn es manche nicht glauben, durchaus ins zweite oder dritte Glied zurückgehen“ würde: „Das sage ich immer wieder, aber wie es aussieht, müssen wir halt so weitergehen (lacht).“