„Sind der Plan B“. Frauenfußball / In Hollabrunn startet im kommenden Schuljahr ein Oberstufenprojekt für talentierte Fußballerinnen.

Von Melanie Kaller und Bernd Dangl. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
Von Melanie Kaller und Bernd Dangl

Pro Schuljahr werden im Nationalen Frauenzentrum (NFZ) in St. Pölten zwischen acht und 13 Nachwuchsfußballerinnen aufgenommen. „All jene talentierten Fußballerinnen, die es nicht schaffen, im NFZ aufgenommen zu werden, wollen wir auffangen“, erklärt Karlheinz Piringer. Er ist Sportlicher Leiter des neuen Modells für Frauenfußball am Sportinternat Hollabrunn. „Hollabrunn bietet den Mädchen mehrere Schulformen zur Auswahl sowie ein fußballerprobtes Internat. Zusätzlich wird nun mit Zustimmung des ÖFB und des NÖFV das Fußballmodell für Mädchen angekoppelt“, erklärt Piringer.

Die Fußballerinnen bleiben bei ihrem Verein, unter der Woche finden täglich fußballspezifischer Unterricht und vier bis sechs Mal pro Woche Trainings statt. Als Trägerinstitut fungiert das Sportinternat Hollabrunn unter der Gesamtleitung von Karl Schörg. Betreut werden die Fußballerinnen von Maria Steinböck und ihrem Team. Der Diplom-Sportlehrer Walter Kral fungiert als Brückenbauer zwischen Internat, Schule und NLZ Horn, denn auch der Bundes ligist SV Horn hat seine Nachwuchskicker im Hollabrunner Internat untergebracht.

Zweite Schiene neben der Akademie

„Ich sehe das Modell als nächsten Schritt für die Weiterentwicklung des Mädchenfußballs in Österreich. Bei uns werden die Mädchen in den Erwachsenenbereich überführt. In Hollabrunn entsteht die zweite Leistungsschiene neben dem NFZ“, ist Piringer überzeugt.

Eine Zusammenarbeit mit der Hollabrunner Mannschaft wird angestrebt. Noch sei diesbezüglich aber noch nichts spruchreif, erklärt ATSV-Hollabrunn-Sprecherin Karin Windisch: „Es gab ein kurzes Telefonat mit Karlheinz Piringer. Ausgeschlossen ist eine Kooperation aber nicht.“ Noch seien aber zu wenige Details bekannt, neue Ideen würden die ATSV-Damen aber immer begrüßen.

Bis Mittwoch können sich Kurzentschlossene noch bei Piringer melden. „Unser Modell kann man als Plan B in Betracht ziehen“, so der Sportliche Leiter.