Sport in Hollabrunn: Zukunft hängt an Campus. Sportstadtrat Kornelius Schneider über die Verschiebung des Beachvolleyballplatzes, den Bau einer Campus-Turnhalle und die Verbesserung des Sports.

Von Cornelia Grotte. Erstellt am 01. März 2017 (03:11)
NOEN, Kada
Geht es nach Stadtrat Kornelius Schneider investiert die Stadtgenug in den Sport.

NÖN: Wie möchte man den Sport in Hollabrunn zukünftig verbessern?

Kornelius Schneider: Wir investieren laufend sehr viel. Man braucht sich nur das Budget ansehen, wie viel wir alljährlich in die Instandhaltung der Sport anlagen investieren. Es ist auch angedacht, den Vorplatz zwischen Fußballplatz und Sporthalle zu verschönern, da er die Visitenkarte nach außen ist.

Aktuell wurde ja in die Absorbermatten des Eislaufplatzes investiert. Seitdem stieg die Besucherzahl. Wäre es sinnvoll, auch in die Sporthalle zu investieren?

Ich muss dazu sagen, wir haben nicht nur in die Absorbermatten investiert, sondern in die gesamte Anlage. Ich möchte auch in Erinnerung rufen, dass man vor fünf Jahren in den Holzhallenboden der Sporthalle investiert hat. Und laufend etwa 200.000 Euro Betriebs kosten der Halle bezahlt.

„Erneuerung der Tartanbeläge würde rund 250.000 Euro kosten“

Wäre dann nicht ein Ausbau der Halle, mit günstigen Betriebs kosten, sinnvoll?

Wir werden im Rahmen des Campusprojekts in eine Sporthalle investieren. Diese wird aber keine Normhalle, im Sinne einer Dreifachsporthalle sein. Vom Land Niederösterreich sind zwei Einfachturnhallen und ein kleiner Gruppenraum vorgesehen. Aber wir haben uns für eine Doppelturnhalle entschieden.

Muss jetzt der Beachvolleyplatz dem Campusprojekt weichen?

Wir wissen noch nicht, wie der Plan genau aussieht. Es wird dazu einen Architektenwettbewerb geben. Dass der Volleyballplatz, an dem Ort wo er jetzt ist, verschwinden kann, sich aber an einem anderen Fleck wiederfindet, schließe ich nicht aus.

Kommen wir zum Stadion: Ist man interessiert daran, Vereine, wie den ULC Weinland wieder auf die Leichtathletikbahn zu locken?

Das Problem ist, dass die Laufbahn extrem beschädigt ist. Die Erneuerung der Tartanbeläge würde rund 250.000 Euro kosten. Wir machen das gerne, wenn die Anlage entsprechend genutzt wird. Wir werden das auch im Rahmen des Campusprojektes ins Feld führen und wenn auch einige Schulen Interesse zeigen, dann würde das eine Investition rechtfertigen. Wenn nur drei oder vier Leichtathleten in Hollabrunn trainieren, ist das zu wenig.

Dafür hat man das Klubhaus des ATSV ermöglicht. Was sagen Sie zur Fußballsituation?

Mein Credo war immer: Die Politik muss sich aus dem Sport raushalten. Dass der ATSV Hollabrunn wieder einen Trainerwechsel hatte und die Strategie verfolgt, den Verein nur mit Hollabrunnern wieder groß zu machen, halte ich für eine kühne Strategie. Wenn man nach Retz oder Horn schaut, sieht man dort nicht mehr viele Eigenbauspieler.