UHC Hollabrunn: Jetzt geht’s um Platz eins. Mit einem Heimsieg über die BT Füchse kann der UHC Hollabrunn Grunddurchgang gewinnen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Februar 2021 (00:05)
Auf ihn wird es gegen Bruck/Trofaiach auch ankommen: Youngster Luca Urbani, der Sebastian Burger ersetzt.
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Jede Herumrechnerei könnte am kommenden Samstagabend obsolet sein, wenn der UHC Hollabrunn das erledigt, was er, unabhängig vom aktuellen Gegner aus Leoben, in jedem Heimspiel will: nämlich in der Weinviertel-Arena gewinnen. Klappt dies, dann hätten die Mannen von Coach Ivica Belas Platz eins nach dem Grunddurchgang in der Tasche – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte.

Neben einem noch größeren Selbstvertrauen als ohnehin schon wäre die Folge, dass man in der darauffolgenden Bonusrunde ein weiteres Heimspiel hätte. „Sicherlich kein Nachteil, um sich die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-offs zu schaffen“, weiß auch UHC-Manager Gerhard Gedinger. Nach vier Siegen in Serie und noch ohne Niederlage 2021 könnten die Vorzeichen nicht besser sein für die Hollabrunner. Was macht Hoffnung und was weniger?

Der Spielmacher

Anze Kljajic präsentiert sich derzeit so stark wie nie, auch gegen Graz war der 30-Jährige wieder bester Werfer der Weinviertler.

Überhaupt ist die Rückraum-Achse Kljajic/Vlatko Mitkov und Patrick Prokop top, sucht derzeit ihresgleichen in der Liga. Auch weil Trainer Belas vor allem den „Oldies“ Kljajic und Mitkov die nötigen Verschnaufpausen gönnt. „Das hilft ungemein“, weiß Gedinger.

Die Youngsters

Gegen Tulln gab es auch Grund zur Freude, weil der junge Kreisläufer Tobias Parzer mit 19 Jahren sein erstes Bundesligator erzielte. „Vor allem die Älteren haben sich mit ihm ganz besonders gefreut“, erzählt Gedinger mit einem Augenzwinkern. Wieso? Weil jeder Nachwuchsspieler nach dem Premierentor eine Kiste Bier spendieren muss.

Das wird dem UHC nicht so bald ausgehen, denn in Graz war es der erst 16-jährige Benedikt Schopp, welcher es Parzer gleichtat. „Ich halte sehr, sehr große Stücke auf ihn, eines unserer größten Talente“, freut sich Gedinger über seine Entwicklung.

Die Fans

So gut die Stimmung im Lager des Tabellenführers ist, so schlecht wird die Laune von Gedinger, wenn es um das Thema Fans geht:

„Im Normalfall hätten wir am Samstag wahrscheinlich eine volle Halle mit weit über 500 Fans. Jetzt haben wir ein Geisterspiel. Das tut einfach nur weh.“ Gerade in einer Spielzeit, die durchaus wahrscheinlich als eine der besten, wenn nicht sogar die beste Saison aller Zeiten in die UHC-Vereinsgeschichte eingehen könnte. Wenigstens können alle Fans wieder mittels Live-Stream auf dem UHCVereinskanal auf YouTube dabei sein.