UHC Hollabrunn: Mission „Falken rupfen“ beginnt. Diesen Mittwoch startet die Viertelfinalserie des favorisierten UHC Hollabrunn gegen die Union „Die Falken“ St. Pölten.

Von Peter Sonnenberg und Claus Stumpfer. Erstellt am 05. Mai 2021 (00:55)

Die letzten Meter vor dem Ziel sind bekanntlich die schwersten – und das ist auch beim Unternehmen Meistertitel und HLA-Aufstieg für den UHC Hollabrunn so. Mit dem Beginn der Viertelfinalserie gegen die Union „Die Falken“ St. Pölten fehlen den Weinviertlern noch vier Schritte, respektive Siege, um das große Ziel zu erreichen. Worauf kommt es im Duell mit den Landeshauptstädtern an bzw. wer sind die Schlüsselfiguren? Wir haben den Überblick:

Die Ausgangslage

Die Hollabrunner sind der klare Favorit, daran gibt es nichts zu rütteln. Allerdings gab es für den UHC im Grunddurchgang auswärts einen Punkteverlust (24:24). Zudem kommt der Außenseiter mit einer breiten Brust, blieb in der Qualifikationsrunde mit fünf Siegen und nur einem Unentschieden beinahe makellos. Während dagegen die Bezirkshauptstädter zuletzt zweimal sieglos blieben. Das will UHC-Manager Gerhard Gedinger aber nicht überbewerten: „Jetzt geht es um alles oder nichts, da erwarte ich mir ein ganz anderes Auftreten.“

Der Gegner

„Das Derby ist natürlich ein Hammerlos, denn auch beim 28:28 gegen Bruck waren die Hollabrunner sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft“, weiß St. Pöltens Trainer Damir Djukic. Trotz der Außenseiterrolle richtet auch Obmann Michael Kögl eine Kampfansage an die Titelfavoriten aus dem Weinviertel: „Aber wir wollen den harten und beschwerlicheren Weg in Richtung Finale und HLA-Aufstieg gehen.“ Diese Aussage ist erstaunlich, da lange Zeit nicht klar war, ob die St. Pöltner das wirklich wollen.

Die Stimmung

Auch einen kleinen Twitter-Krieg mit dem Ex-St. Pöltner Kevin Wieninger, aktuell einer der Spielmacher im UHC-Dress, gab es bereits. Dessen Ansage, dass er sich auf zwei Heimspiele freue, konterte Kögl trocken: „Richtig, wir gewinnen in zwei Spielen! Ein drittes können wir Dir leider nicht anbieten.“ Es knistert also vor dem Derby schon ordentlich.

Der Kader

Stichwort Spieler: Beide Teams werden wohl auf all ihre Asse zurückgreifen können. Auch Patrick Prokop und Max Wagner kehren in den Hollabrunner Kader zurück. Bei den St. Pöltnern wurde Kreisläufer Alex Pils ohnehin in den letzten beiden Spielen nach einer harten Saison nur geschont, ohne Fitnessprobleme.

Vor allem Hollabrunns Coach Ivica Belas hat allen Grund zur Freude, da er in der bisherigen Saison noch nie mit dem gesamten Kader arbeiten konnte. „Das stimmt mich enorm zuversichtlich“, meint Gedinger.

Die Schlüsselduelle

Da gibt es einige, angefangen bei den Torleuten. Beim UHC steht Matthias Meleschnig im Kasten, der eine starke Saison spielt und zu den besten seines Faches zählt. Auf St. Pöltner Seite ist Mark Hübner ein sicherer Rückhalt.

Bei den Flügeln ist es ziemlich ausgeglichen, da Hollabrunns Sebastian Burger und FranzJosef Fidesser zwar großes Potenzial haben, dieses aber nicht immer abrufen (können). Auf der Gegenseite zählt Matthias Bruckner zu den besten Werfern der Liga.

Der Rückraum des UHC hat jetzt schon HLA-Qualität und ist sicher das Beste, was die Liga zu bieten hat. Da können die St. Pöltner – trotz des Top-Legionärs Danijel Arapovic – nicht mithalten.

Am Kreis sieht die Situation nicht ganz so einseitig aus. Kapitän Goran Vuksa ist zwar eine Wucht bei den Weinviertlern, doch Alex Pils steht ihm bei den Landeshauptstädtern um nichts nach.

Die längere Bank und die Erfahrung von Coach Belas sprechen dafür wiederum für die Hollabrunner. Nur eines ist klar, ein Selbstläufer wird das sicher nicht ...