TOP-THEMA. FUSSBALL / Ernst Ogris zieht es mit seinem neuen Trainerjob in die Peripherie. Göllersdorfs „gutes Konzept“ war entscheidend.

Erstellt am 10. Juli 2012 (07:25)

VON GEORG ECKER

Ein bekannter Name im österreichischen Fußball hält Einzug in den Bezirk. Mit Ernst Ogris, jüngerem Bruder des 63-fachen Nationalspielers Andreas Ogris, will der Sportverein Göllersdorf eine neue, junge Mannschaft formen.

Dies war auch der Hauptgrund, warum es den Wiener aufs Land zog: „Mir hat das gute Konzept der Göllersdorfer gefallen, nicht auf teure, alte Stars, sondern auf junge Leute zu setzen. Da kann ich viel von meinem Wissen weitergeben.“

In Wien dürfte es für Ogris kürzlich auch nicht so harmonisch zugegangen sein, wie der ehemalige Nationalspieler sich das wohl gewünscht hätte: „Es gab bei meinem letzten Verein Probleme mit dem Obmann. Insgesamt ist mir die Arbeit in Wien auf die Nerven gegangen. Ich wollte aufs Land.“

Gang in die 2. Klasse ist  „kein Abstieg“ für Ogris

Seine Trainerkarriere begann Ogris übrigens beim SV Stripfing, ehe er zum SV Donau wechselte. Göllersdorf ist seine dritte Aufgabe als Coach. Als Abstieg sieht er den Gang ins „Unterhaus“ dabei nicht: „Auch als Trainer muss man sich hocharbeiten. Wenn ich in der 2. Klasse Fußball spielen würde, dann wäre es ein Abstieg.“ Bei Göllersdorf bleibt Ogris vorerst nur bis Winter fix. „Wir wollen einmal schauen, wie es läuft. Wenn es gut geht und der Verein das will, werde ich aber gerne verlängern.“

Das Ziel für dieses halbe Jahr ist es, nicht Letzter zu werden. Dies sollte mit den zuletzt im Mittelfeld platzierten Göllersdorfern kein Problem sein. Langfristig steht aber die Entwicklung der jungen Mannschaft auf dem Programm. „Es stellt einen besonderen Reiz für mich dar, eine junge Mannschaft zu formen“, erklärt Ogris.

Bei Göllersdorf steht neben der langfristigen Ausrichtung der Mannschaft auch eine Erneuerung der Infrastruktur an. „Ich wollte aufs Land“