Blut, Schweiß, aber keine Tränen bei Handballern. Der UHC Hollabrunn machte den Fehlstart gegen WAT Fünfhaus mit einem überzeugenden Auftritt gegen HIB Graz wett.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 15. September 2021 (03:10)

Kollektives Aufatmen beim UHC Hollabrunn: Nach der Auftaktpleite gegen WAT Fünfhaus in der Weinviertel-Arena gab es auswärts beim HIB Graz die ersten Saisonpunkte in Österreichs zweithöchster Spielklasse. Zudem war der Sieg in der steirischen Landeshauptstadt absolut überzeugend.

„Das nimmt jetzt ein wenig den Druck weg“, weiß Manager Gerhard Gedinger. Nichtsdestotrotz war dieser Erfolg hart umkämpft, hoher körperlicher Einsatz inklusive. Drei Spieler stachen dabei besonders hervor:

Mario Dubovecak

Der Goalie-Routinier, ein verlässlicher Rückhalt, sorgte in Halbzeit zwei für den Schockmoment des Spiels: Nach einer Parade knallte er mit dem Kopf an den Pfosten und zog sich eine blutende Platzwunde zu. Diese wurde verarztet, Dubovecak bekam einen Turban und nahm dann auf der Ersatzbank Platz. Spielen wollte der 46-Jährige zwar noch, aber Coach Ivica Belas konnte sich aufgrund des Spielstandes den Luxus leisten, den jungen Michael Nebenführ ins Tor zu stellen.

„Dubo ist ein harter Hund, für ihn als Motorradfahrer war die einzige Frage, ob er sich den Helm über den Kopf ziehen kann (lacht)“, schmunzelt Gedinger.

Vlatko Mitkov

Der UHC-Kapitän wurde zum „Man of the Match“ gewählt. Nicht nur weil er alle seine Siebenmeter eiskalt verwandelte, sondern auch in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernahm. Bestes Beispiel der Kreuzeck-Treffer zum 18:14 wenige Sekunden vor der Pausensirene. „Das war ein kleiner Knackpunkt“, berichtete Gedinger, der über Mitkovs Leistung ganz allgemein sagt: „Genauso stell‘ ich mir einen Kapitän vor.“

Nikola Kosteski

Der Last-Minute-Neuzugang aus Mazedonien kommt immer besser in Fahrt. Schon gegen Fünfhaus ein Aktivposten, war er in Graz mit acht Treffern bester Werfer. Was auffällt: Nur zwei Würfe, bei denen der gegnerische Goalie fantastisch parierte, gingen nicht ins Tor. Dabei ist der 29-Jährige noch nicht bei 100 Prozent – eine Warnung an die Konkurrenz ...