Comeback von Livia Ernst glückte. Livia Ernst (15) konnte bei den Austrian Open 2021 wieder vor Jury und Publikum ihre Tänze präsentieren – mit vollem Erfolg.

Von Ulrike Grünauer. Erstellt am 28. Juli 2021 (00:34)
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Elegant und erfolgreich. Die Hollabrunnerin Livia Ernst.
privat, privat

Nachdem die heimischen Tänzer eine lange wettkampffreie Pause hinnehmen mussten, gingen nun Mitte bzw. Ende Juli die heiß ersehnten Austrian Open 2021 der Austrian Showdance Union International in der Arena Nova in Wiener Neustadt – im wahrsten Sinne des Wortes – über die Bühne. Dabei zeigte die 15-jährige Livia Ernst vom UTT Hollabrunn, dass sie trotz Lockdown und den damit verbundenen ungewöhnlichen Trainingsbedingungen nichts an ihrer tänzerischen Leistung eingebüßt hat.

„Die Wettbewerbsgruppen durften seit 1. März ins Tanzstudio zum Trainieren, davor gab’s nur online Unterricht zu Hause. Das war für uns Tänzer sehr frustrierend“, schilderte sie die Bedingungen, die im Vorfeld des Turniers herrschten. Die Hollabrunnerin trat für das Performing Center Austria mit 13 Beiträgen in den Kategorien Jazz/Lyrical Jazz, Musical, Commercial, Song & Dance, Steppen, Open und Production Number an, alle schafften es in die Finalrunde. Die erfolgreiche Bilanz: Neben dreimal Platz drei und fünfmal Rang zwei war auch die Freude über einen ersten Platz riesig. Ob der erste Auftritt seit langer Zeit anders war als gewohnt? „Der Wettbewerb war genauso wie früher, als wäre die Welt wieder in Ordnung“, strahlte die Tänzerin.

Da in der Arena Nova auch Publikum anwesend sein durfte, konnte Livias Familie die Auftritte live miterleben. „Es war ein Vergnügen zu sehen, wie sehr sich die jungen Leute gefreut haben, wieder ein Stück normales Leben zu genießen“, war Mutter Alexandra Auer-Ernst, Obfrau des Union Tanzteams Hollabrunn, begeistert. In nächster Zeit stehen für die 15-Jährige keine weiteren Tanzwettbewerbe an, da die Europameisterschaft wegen Corona ausgefallen ist. Die Jugendliche trainiert trotzdem weiter und kann das nächste Highlight ihres Sommers kaum erwarten: Bei einem Tanzcamp in Kärnten wird sie siebeneinhalb Stunden täglich an ihrer Technik feilen.