Hollabrunn , Ziersdorf

Erstellt am 18. Januar 2017, 02:37

von Cornelia Grotte

Vereine zittern um „enjoy“. Budocenter, aber auch Kegelverein fürchten um ihre Trainingsstätte: Die Vereine sind im Fitnesscenter „enjoy“ beheimatet. Dieses stellt seinen Betrieb mit Ende Februar ein.

Patrick Pichler, Budocenter Weinviertel.  |  privat

Der Platz in Ziersdorf wurde zu eng, darum zog das Budocenter Weinviertel im Sommer um: Ins Hollabrunner Fitnesscenter „enjoy“ (die NÖN berichtete, siehe weiter unten). Nun könnte dem Verein ein erneuter Standortwechsel drohen. Betreiber Sascha Bauer wird das Fitnesscenter mit Ende Februar schließen (siehe Artikel unten), die Zukunft der Vereine ist ungewiss.

„Ich weiß nicht, warum er das Fitnessstudio aufgibt. Uns wurde nur gesagt, dass wir noch bis Juni bleiben können“, so Budocenter-Leiter Patrick Pichler.

„Versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden“

Bis Juni zahlt Bauer noch Miete für den Standort. Somit bleibt den Vereinen eine Frist, um die Frage nach dem Wohin zu klären. „Momentan schauen wir, ob wir im anderen Fitnesscenter von Bauer unterkommen können“, erklärt Pichler. „Es ist aber noch nichts sicher. Wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.“

Das Budocenter trifft die Aufgabe des Standorts besonders schwer, da der Kampfsportklub nur sehr kurz in den Hollabrunner Räumlichkeiten verweilen durfte. „Ja, es ist blöd, dass wir uns jetzt erneut wegen unseres Standorts Gedanken machen müssen. Im Sommer sind wir erst eine Saison drinnen, aber was soll man machen? Sascha zahlt als Hauptmieter für das Objekt. Er wird sicher gewusst haben, dass es eine schwierige Aufgabe wird. Anscheinend hat es einfach nicht so gut funktioniert wie gedacht.“

Trotz der Schwierigkeiten will das Budocenter Weinviertel die Bezirkshauptstadt nicht verlassen. „Wir werden wahrscheinlich in Hollabrunn bleiben“, so Pichler. Auch die Kung-Fu-Schule von Stefan Fried und die Kegelvereine aus Grabern, Göllersdorf und Hollabrunn bangen um ihren Standort. „Uns wurde gesagt, dass wir bis Juni noch im ,enjoy‘ spielen können“, erklärt KSK-Hollabrunn-Obmann Josef Artner, „dann müssen wir mit dem neuen Besitzer klären, wie es weitergeht“.

Da das Fitnessstudio im Februar zusperrt, sind noch einige Dinge zu besprechen: „Wir werden in den nächsten Wochen klären, ob wir einen Schlüssel bekommen und neben der Kegelbahn auch die Duschen und das WC benutzen können. Ob wir im ,enjoy‘ bleiben können, werden wir erst wissen, wenn wir mit dem Vermieter geredet haben“, meint Artner.

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