Würz als Trainer. Der Skisportler und Paralympicsteilnehmer Martin Würz aus Maissau will sich für die Zeit nach der Karriere rüsten.

Von Cornelia Grotte. Erstellt am 16. November 2016 (02:44)
privat
Skifahrer Martin Würz und seine Freundin Bianca Dintl absolvierten die Trainerausbildung.

Der Versehrtenskisportler Martin Würz baut sich zusätzlich zu seiner Sportlerkarriere nun auch ein Standbein als Trainer auf. Der Maissauer absolvierte an der Bundessport Akademie in Graz den ersten Teil der Ausbildung zum Instruktor für FIT Sport.

„Ich habe im Laufe des Jahres an der BSPA in Graz die Ausbildung zum staatlich geprüften Instruktor für FIT Sport, gemeinsam mit meiner Freundin Bianca Dintl, gemacht“, so Würz. „Die Prüfung habe ich mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Außerdem trainiere ich bereits mit einem Behindertensportler, der erst kürzlich mit dem Training begonnen hat.“

Die Skikarriere solle unter der Arbeit als Trainer nicht leiden. „Als Trainer mache ich jetzt im Winter nur sehr wenig, da meine Karriere natürlich Vorrang hat. Im April und im Sommer, wenn ich mehr Zeit habe, möchte ich einen Gruppenkurs und eventuell mehrere Einzeltrainings durchführen“, so der Maissauer. „Und im nächsten Jahr mache den Trainergrundkurs an der BSPA für Fitness und Athlektik weiter.“

Gründe für die Ausbildung zum Trainer nennt Martin Würz zwei: „Erstens, weil es mich sehr interessiert und es mich im Training selbst weiterbringt, und zweitens habe ich nach meiner Skikarriere vor, als Trainer, neben meiner Arbeit beim Zoll, zu arbeiten.“

Momentan trainiert der Maissauer einen Sportler aus Wieselsfeld. Michael Boigner kam durch ein Praktikum bei einer Trafik in Hollabrunn zum Training. Eine Stammkundin stellte den Kontakt zum Versehrtensportverband Niederösterreich her. „Ich war überrascht, dass ich angesprochen wurde“, so Boigner. „Bis jetzt habe ich dreimal gemeinsam mit Martin Würz trainiert und bin froh, diese Chance zu haben. Zusätzlich habe ich angefangen, ein bis zweimal die Woche ohne Martin zu trainieren.“

Ziel des 20-Jährigen, der im Rollstuhl sitzt, ist es, in einem Jahr mit dem Handbike-Fahren anzufangen: „Das Training macht viel Spaß, weil man den Erfolg am eigenen Körper im Alltag merkt. Man ist viel fitter und motivierter.“