Würz steigt von Skiern jetzt auf den Sattel um. Der 26-jährige Maissauer Würz konzentriert sich jetzt auf den Ausdauersport, vor allem Laufen, Rad und Triathlon.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 26. Februar 2020 (02:24)
Legt sich sportlich wieder voll ins Zeug. Der MaissauerMartin Würz hat seine Ski-Karriere zwar beendet, bleibt dem Sport aber weiter treu verbunden. InZukunft will er sich dem Ausdauersportwidmen.
privat

Im vergangenen Mai gab Para-Skifahrer Martin Würz aus Maissau seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Mit zwei Weltcup-Siegen, zahlreichen Stockerlplätzen und zwei Teilnahmen an paralympischen Winterspielen war der heute 26-Jährige eines der ÖSV-Aushängeschilder der letzten Jahre. Schon damals verriet er der NÖN, dass er dem Sport trotzdem auf jeden Fall treu bleiben wird. Grund genug nachzu fragen, wie es Würz geht.

Großer Traum von Ironman-Teilnahme

„Gut! Momentan habe ich gerade einige Kurse und viel zu lernen, da ich im April meine Dienstprüfung bei der Finanzverwaltung habe“, berichtet der Weinviertler. Sportlich hat er seinen Schwerpunkt jetzt auf Ausdauer gelegt und möchte in diesem Jahr wieder vermehrt bei verschiedenen Ausdauerwettkämpfen starten. Das inkludiert diverse Läufe, Radrennen und eventuell auch Triathlons. Durch seine berufliche Tätigkeit und das eigene Fitnessstudio in Maissau, das er vor knapp einem Jahr eröffnet hat, wird ihm auch nicht fad. Und gibt es einen Wettkampfkalender? „Ich habe schon einige im Kopf, jedoch bin ich mir noch nicht sicher, wo ich überall starten werde.“

Fix ist momentan nur: der Maissauer Sporttag (Anm.: der Hauptlauf) im April, die Wachauer Radtage über 92 Kilometer und ein Halbmarathon, wahlweise Wien oder Wachau. In Sachen Triathlons will er sich in diesem Jahr nur auf die Kurzdistanzen konzentrieren, aber er hat einen großen Traum: „Einen Ironman zu bestreiten, das wäre schon richtig cool.“

Auf Nachfrage, ob ihm der Skisport so kurz vor dem Saisonende fehlt, hat Würz eine klare Antwort: „Nein. Und einfach zum Spaß fahren, das mache ich ja ohnehin noch und werde es immer machen.“ Der größte Unterschied für ihn im Vergleich zu den Vorjahren? „Was ich jetzt sehr genießen kann, ist, dass ich nicht mehr den Zwang habe, unbedingt alles nach dem Sport auszurichten“, überwiegt bei Würz das Positive.

Trotz Karriereende bleibt der Ehrgeiz

„Ich kann jetzt einfach mal eine Woche in den Urlaub fahren, ohne schlechtes Gewissen zu haben, dass ich nicht trainiere.“ Nur eines ist ihm wichtig zu betonen: „Das Streben danach, mich immer weiterzuentwickeln und zu verbessern, sportlich wie beruflich, habe ich weiterhin.“ Leistungssportler bleibt eben Leistungssportler!

Wer Lust hat, auch einmal mit Würz zu trainieren oder sein Fitnessstudio in Maissau zu besuchen, kann sich mit ihm unter 0664/5191175 in Verbindung setzen.