Trainer Tribelnig geht, Spielerinnen coachen. Simon Tribelnig gibt seinen Trainerposten bei den Hollabrunner 2. Landesliga- Damen ab, um ein Auslandssemester zu machen. Zwei Spielerinnen springen für ihn ein.

Von Cornelia Grotte. Erstellt am 30. August 2017 (02:41)
Simon Tribelnig wird diese Saison nicht als Trainer für die Damen zur Verfügung stehen. Im Herbst spielt er noch bei den Herren.
Grotte

Nach einer erfolgreichen Saison als Trainer der 2. Landesliga Damen in Hollabrunn übergibt Simon Tribelnig vor der neuen Spielzeit an die beiden Spielerinnen Angelika Filipsky und Christina Schneider.

Tribelnig möchte nämlich ab dem Frühjahr ein Auslandssemester absolvieren. „Noch ist nicht fix, wo ich hinkomme, es wird aber wahrscheinlich Istanbul werden“, so der angehende Mathematik- und Sportlehrer. Seine Wahl für das Auslandssemester erklärt Tribelnig wie folgt: „Wenn man nur Englisch kann, bleibt in meiner Fakultät nicht viel übrig, wo man hingehen kann. Die Istanbuler spielen dazu extrem gut Volleyball.“

Da er einen Trainerwechsel während der Saison vermeiden wollte, übergab Simon Tribelnig das Amt des Trainers schon zu Trainingsbeginn an Filipsky und Schneider. Ob und in welchem Umfang er nach seiner Rückkehr als Trainer arbeiten wird, weiß Tribelnig noch nicht. „Nur eines ist fix, ich bin gerne Volleyball-Trainer. Daher möchte ich nach meinem Auslandssemester auch wieder ein paar Trainings übernehmen. Vielleicht ein paar Wochenend trainings.

„Hätten Simon gerne als Trainer behalten“

Genau weiß ich das noch nicht“, sagt der Hollabrunner. Filipsky/Schneider stehen dagegen vor einer anstrengenden Saison als Trainer- und Spieler

innen. Cornelia Schogger, eine Spielerin der Hollabrunner Damen, sieht Vorteile in zwei Spielertrainerinnen. „Seit Trainingsbeginn sind die beiden unsere Trainerinnen und seither ist das Team noch weiter zusammengerückt“, so Schogger. Das Training sei besser auf die Spielerinnen abgestimmt, meint sie. „Die beiden machen mit und spüren, wie sich die Übungen auswirken. So können sie besser auf uns eingehen“, erklärt Schogger begeistert.

Tribelnig würden die Spieler innen als Trainer jedoch trotzdem vermissen. „Natürlich hätten wir Simon gerne als Trainer behalten. Es ist eine große Umstellung für uns“, so Schogger, „Aber wir können seine Gründe verstehen und wollen ihn unterstützen.“

Das Team befindet sich im Aufbautraining, weshalb der Unterschied vom Trainer zu den Trainerinnen noch nicht spürbar sei. Im September sind sowohl ein Turnier in Melk als auch ein Trainingslager geplant. Die Ziele sind allerdings trotz neuer Trainer gleich geblieben: „Wir wollen in der Landesliga bestehen und uns im Mittelfeld platzieren“, so Spieler in Schogger.