Eisernes Jubiläum für Waldviertler Legende Frühwirth . Die Waldviertler Legende Alexander Frühwirth absolviert am Sonntag seine bereits 65. Ironman-Distanz.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 03. Juli 2019 (03:05)
Ewald Rauscher
Unverwüstlich: Alexander Frühwirth geht am Sonntag wieder stundenlang an seine körperlichen Grenzen.

Wenn am Sonntag der Startschuss zum 22. Klagenfurter Ironman fällt, dann ist das für die Waldviertler Ausdauer-Legende Alexander Frühwirth ein spezielles Erlebnis. Nicht nur, dass er dann zum 22. Mal in Klagenfurt am Start stehen wird, es ist sein insgesamt bereits 65. Ironman-Bewerb. 3,8 Kilometer schwimmen, 180km radfahren, zum Abschluss noch ein Marathon-Lauf über 42,195km – für Frühwirth ein Klacks.

Und das, obwohl auch vor „Iron Alex“, wie der Sportler aus Kirchberg/Wild zurecht seit vielen Jahren genannt wird, das Alter nicht Halt macht. Seit Februar ist er 50 – seinen sportlichen Ambitionen tut das keinen Abbruch. Auch, wenn es jetzt eher um Erfolge und Spitzenplätze in der Altersklasse, als in der Allgemeinen Wertung geht.

„Die 8:13:29 Stunden werde ich diesmal nicht toppen“, lacht Frühwirth, wenn er von seinem besten Klagenfurt-Ergebnis spricht. Nur Durchkommen ist für den ehrgeizigen Sportler aber auch kein Ziel. Eine zufriedenstellende Performance braucht‘s schon, um auch innerlichen Frieden zu finden – so das allgemeine Gefühl, wenn Frühwirth über seine bevorstehende Aufgabe spricht.

Viermal war er Staatsmeister im „Ironman“, sechsmal konnte er den „Austria Triathlon“ in Podersdorf für sich entscheiden. Siebenmal war er in Hawaii, dem Mekka der Triathleten, dabei. In Klagenfurt hat er seinerzeit ein „Startrecht auf Lebenszeit“ bekommen. Durch viele Wechsel beim Veranstalterteam muss er aber mittlerweile jedes Jahr neu anfragen – jedes Jahr ist der Waldviertler aber ein gern gesehener Gast. Dass es auch Schattenseiten gibt, hat er in Klagenfurt 2017 erlebt, als er schwer stürzte und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog.

Wie er die letzten Tage vor dieser Herausforderung anlegt? Vorige Woche legte er noch zwei 21km-Läufe ein, am Wochenende fuhr er mit dem Rad auf die Rax. Am Freitag geht‘s nach Kärnten, wo noch Rad- und Schwimmeinheiten absolviert werden. Am Renntag selbst steht er um 4.30 Uhr auf, ehe er gestärkt „durch eine halbe Buttersemmel“, voll fokussiert, dem Startschuss seines nunmehr 65. Ironman-Bewerbs entgegenfiebert …