„Iron Alex“ ist zurück auf der Triathlon-Bühne. Erstmals nach seinem fürchterlichen Sturz beim Ironman Klagenfurt kehrte Alexander „Iron Alex“ Frühwirth wieder auf die Triathlon-Bühne zurück.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Mai 2018 (02:51)
NÖN
Ab sofort wieder als Triathlet unterwegs: Alexander Frühwirth gab in Klosterneuburg sein Comeback. Foto: NÖN

2017 war definitiv nicht das Jahr des Alexander Frühwirth – zumindest sportlich. Denn im Juli stürzte er beim Klagenfurter Ironman mit dem Rad schwer, zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und musste infolge das Gehen neu lernen. Dem nicht genug, erlitt er wenig später einen Trümmerbruch im Mittelfinger, wo sogar eine Amputation drohte. Doch von all dem Horror ließ sich „Iron Alex“ nicht unterkriegen, stand Ende November beim Crosslauf in Horn sogar schon wieder am Start!

„Ich habe sicher nicht alles riskiert, vor allem bei den Abfahrten oder in den Kurven.“Alexander Frühwirth über seine Performance auf der Rad-Strecke.

In dieser Saison soll es wieder aufwärtsgehen. Einem Test-Start beim Maissauer Duathlon vor wenigen Wochen, folgte nun die Rückkehr des 49-Jährigen auf seine geliebte Triathlon-Bühne. In Klosterneuburg stellte er sich am Sonntag über die „Olympische Distanz“ (1,5km schwimmen, 40km radfahren, 10km laufen) an den Start.

Das Dabeisein wäre für ihn schon alles gewesen, die Zeit nebensächlich. Doch die 2:13:34 Stunden konnten sogar einen Routinier wie ihn überraschen: „Da bin ich doch auch sehr zufrieden …“ Am Ende wurde es der 16. Gesamtrang und Platz vier in der Altersklasse M45-49. „Beim Schwimmen hab‘ ich mir klarerweise am leichtesten getan  – da wird der Körper am wenigsten belastet.“

Aus dem Wasser kletterte Frühwirth als Sechster, unmittelbar hinter dem späteren Sieger Michael Weiss. Verhaltener war die Fahrt am Rad – der Sturz von Klagenfurt wirkte noch nach. „Ich habe sicher nicht alles riskiert, vor allem bei den Abfahrten oder in den Kurven.“ In der Wechselzone zog sich der Kirchberger schließlich noch eine Zerrung zu, die ihn beim abschließenden Lauf nicht mehr an die Grenzen gehen ließ.

Jetzt drängt aber bereits die Zeit – schon am Sonntag steht der 70. Ironman in St. Pölten am Programm. „Wenn ich die Zerrung wegkriege, dann werde ich dort auch am Start stehen.“ Generell sollen wieder mehr Starts folgen, von einem Karriere-Ende ist der „Eiserne“ weit entfernt. „Es gab schon Zeiten, wo ich geadert habe. Aber jetzt will ich es wieder wissen.“ Ebenfalls ein Anreiz: In der kommenden Saison fällt Frühwirth in eine neue Altersklasse.

Erfolgreich verlief der Bewerb in Klosterneuburg auch für Frühwirths Tochter Verena, die den Sprint-Bewerb (750m schwimmen/20km radfahren/5km laufen) nach 1:20 Stunde als Siegerin des Junioren-Bewerbs absolvierte.

Oskar Frühwirth, Neffe von Alex, holte über die „Olympische Distanz“ in 2:24:25 Stunden Rang vier in der U23-Wertung.