Drei weitere neue Spieler für den SV Horn. Die Waldviertler verpflichteten Jose Antonio Solano, Mario Kröpfl und Gerald Peinsipp. Harun Erbek und Bernd Gschweidl sind hingegen kein Thema mehr.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 08. Juni 2014 (10:40)
Blick nach vorne. SV Horn-Trainer Willi Schuldes (rechts, daneben Co Christoph Westerthaler) möchte in der nächsten Saison auf die Überholspur abbiegen. „Wenn man Siebenter ist, dann will man danach Dritter, Vierter, Fünfter oder Sechster werden.“ Foto: Karl Stöger
NOEN, Karl Stöger
Bei Bundesligist Wolfsberg unter Trainer Didi Kühbauer hatte Jose Antonio Solano nach persönlichen Differenzen kein Leiberl mehr – auf gerade einmal 45 Minuten Einsatzzeit brachte es der Spanier in der abgelaufenen Bundesliga-Saison. 14 Mal lief er bei den Amateuren in der Regionalliga Mitte ein, nun wechselte der 29-Jährige, der im Winter 2013 nach Österreich kam und zuvor in Spanien unter anderem im B-Team des FC Barcelona kickte, nach Horn.

Dort soll er an der Seite von Kapitän Aleksandar Djordjevic in der Innenverteidigung zum Zug kommen. Solano, der übrigens gut Deutsch spricht, konnte von Sportchef Willi Schuldes von einem Wechsel ins Waldviertel überzeugt werden. „Er ist ein absoluter Führungsspieler, der auf und auch neben dem Platz Verantwortung übernimmt. Charakterlich absolut top“, freute sich Schuldes, dass der Deal klappte. Ebenfalls aus Wolfsberg kommt Mario Kröpfl zu Horn. Der 24-jährige Mittelfeldspieler absolvierte in der abgelaufenen Saison 23 Einsätze bei den Amateuren, machte nebenbei eine Ausbildung zum Lehrer fertig. Kröpfls Stärken sieht Schuldes im offensiven Mittelfeld. „Ein intelligenter, schneller und dribbelstarker Spieler, der sowohl links als auch rechts eingesetzt werden kann.“

Erbek & Gschweidl kein Thema mehr

Neuzugang Nummer neun kommt vom Derbygegner: Gerald Peinsipp, 21-jähriger Defensivspieler wechselt vom SKN St. Pölten zum SV. Peinsipp brachte es in der Vorsaison auf 20 Einsätze in der Ersten Liga und gehört auch dem U21-Nationalteam an. Gemeinsam mit Martin Kreuzriegler wird er sich um die Position links in der Verteidigung matchen. Auch deswegen, weil Harun Erbek sich nicht mehr bei den Hornern meldete und mehrere Fristen verstreichen ließ. „Wir haben ihm ein tolles Angebot gemacht, sind finanziell an unsere Schmerzgrenze gegangen“, so Willi Schuldes. „Schade, ich hätte ihn weiterhin gerne im Team gehabt.“ So kommt Erbek vermutlich in der nächsten Saison als Gegner nach Horn – er dürfte zu Aufsteiger LASK wechseln.

Ebenfalls kein Thema mehr wird Bernd Gschweidl sein. Der Stürmer gab über sein Management bekannt, den Sprung in die Bundesliga wagen zu wollen. „Enttäuscht darüber“, zeigt sich Willi Schuldes, sportlich hätte er mit Neuzugang Valentin Grubeck, der im U19-Nationalteam bei der Euro-Quali den Vorzug gegenüber Gschweidl erhielt, einen „mindestens gleichwertigen Ersatz“. „Wir sind jetzt noch dynamischer.“