Waldviertler Power bei der Handball-Euro

Österreich startet am Freitag in Bratislava gegen Polen in die Euro. Mit dabei: der Waldviertler Shooting-Star Lukas Hutecek.

Erstellt am 11. Januar 2022 | 16:06
Lesezeit: 2 Min
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Möchte mit Österreich hoch hinaus bei der Handball-Europameisterschaft, die von 13. bis 30. Jänner in der Slowakei und Ungarn stattfindet: Der Eggenburger Lukas Hutecek.
Foto: APA

Er ist erst 21 Jahre alt, dennoch nicht mehr aus Österreichs Nationalteam wegzudenken: Lukas Hutecek, gebürtiger Eggenburger, der über die Fivers Margareten den Sprung in die stärkste Liga der Welt nach Deutschland geschafft hat. Seit Sommer steht Hutecek bei TBV Lemgo unter Vertrag. Die NÖN sprach kurz vor Euro-Anpfiff mit Österreichs aktuellem „Handballer des Jahres“ über sein bereits drittes Großereignis mit dem Nationalteam.

NÖN: Die Europameisterschaft steht unmittelbar vor der Tür. Wie groß ist die Vorfreude?

Lukas Hutecek: Die Vorfreude ist natürlich riesengroß. Wir sind jetzt schon seit über einer Woche zusammen und bei jedem ist diese Vorfreude spürbar. Alle warten, dass es losgeht. Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir von Corona-Fällen verschont bleiben.

Sie sprechen Corona an. Das österreichische Frauen-Nationalteam hat es im Dezember bei der WM in Spanien arg erwischt. Spielt das alles eine Rolle im Kopf?

Hutecek: Natürlich versucht man, das alles auszublenden. Jeder Spieler hält sich an die intern festgelegten Regeln. Von daher habe ich jetzt keine großen Befürchtungen. Aber dennoch leben wir in einer ungewissen Situation, wo sich alles sehr schnell ändern kann.

Ist die Mannschaft derzeit total abgeschottet?

Hutecek: Wir sind in Stockerau stationiert, haben im Hotel ein eigenes Stockwerk nur für uns, kommen auch zum Beispiel beim Essen mit niemandem zusammen. In der Freizeit können wir spazieren gehen, haben aber keine Kontakte außerhalb unserer Bubble. Am Mittwoch reisen wir dann zur Euro an.

Bei der Euro warten in der Gruppenphase Polen, Deutschland und Weißrussland. Ihre Einschätzung?

Hutecek: Ich freue mich sehr auf diese Gruppe – alles ist möglich. Polen hat einen Generationenwechsel hinter sich und nun auch wieder einige Spieler in internationalen Ligen. Auch bei Deutschland hat es einen Generationenwechsel gegeben. Die sind natürlich nach wie vor eine Top-Nation, vielleicht aber nicht so konstant, wie in der Vergangenheit. An einem sehr guten Tag ist für uns vielleicht etwas drinnen. Gegen Weißrussland haben wir bei der Heim-Euro vor zwei Jahren gespielt. Das ist ein Gegner auf Augenhöhe.

Im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Ägypten musste Österreich auf Superstar Nikola Bilyk verzichten. Der ist nach seiner langen Verletzungspause wieder retour. Was erwarten Sie sich vom „Super-Duo“ Bilyk/Hutecek?

Hutecek: Das Nationalteam besteht ja nicht nur aus uns beiden, sondern aus vielen sehr guten Spielern. Aber natürlich freuen wir uns, dass Niko wieder retour ist. Er ist ein absoluter Weltklasse-Spieler.

Sie streichen das Kollektiv hervor. Dennoch: Das Duo Bilyk/Hutecek kann uns viel Freude machen, oder?

Hutecek: Ich freue mich, mit Niko zusammenzuspielen. Ich denke da auch schon an die kommenden Jahre, nicht nur an diese Euro. Wir haben einige weitere Spieler wie Seppo Frimmel oder Tobi Wagner, die noch einige Jahre im Nationalteam vor sich haben.

Die Vorrunde bestreitet Österreich in Bratislava. Fast ein Heimspiel, oder?

Hutecek: Für uns ist es toll, dass wir dort spielen. Auch, wenn jetzt doch nur 25 Prozent der Plätze in der Halle gefüllt werden dürfen, werden uns hoffentlich viele österreichische Fans unterstützen.