Premiere für „Swim-Run-Bewerb“ am Ottensteiner Stausee. Neben dem Open Water-Bewerb „Backwaterman“ wird‘s im Juli am Ottensteiner Stausee auch erstmals einen „Swim-Run-Bewerb“ geben.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 06. Februar 2019 (02:41)
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Swim-Run: Im Teambewerb sind die Sportler per Leine miteinander verbunden.

Nach der erfolgreichen Revitalisierung des „Backwaterman“ am Ottensteiner Stausee im Vorjahr, geht Veranstalter Andreas Sachs diesmal noch einen Schritt weiter. Erstmals wird‘s am ausgedehnten „Backwaterman-Wochenende“ (6./7. Juli) einen „Swim-Run-Bewerb“ geben. Damit möchte Marketing-Profi Sachs nicht nur eine Nische entdeckt wissen, sondern auch die Weltspitze dieser noch jungen, von Skandinavien ausgehenden Sportart, ins Waldviertel locken.

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Andreas Sachs,Veranstalter der Ausdauerbewerbe.

Vor allem die naturbelassene Landschaft rund um den Stausee soll anziehend auf die Sportler wirken. „Hier kann man gleich Sightseeing mit dem Sport verbinden“, so Sachs.

Beim „Swim-Run“ bewegen sich die Athleten abwechselnd am Land und zu Wasser. Die Extremdistanz wird dabei 40km betragen, die aber nur im Zweierteam bestritten werden kann. Der Clou: Die Sportler sind hier per Leine miteinander verbunden, müssen sich im Wasser innerhalb von zehn Metern, beim Laufen innerhalb von 20 Metern bewegen. Im Wasser sei das nicht nur aus sicherheitstechnischer Sicht wichtig, wie Andreas Sachs betont: „Der stärkere Schwimmer kann hier den schwächeren quasi mitziehen.“

7,8 Kilometer werden bei der 40km-Distanz schwimmend zurückgelegt, der Rest, gespickt mit einigen Höhenmetern läuferisch. Weiters sind eine „Light-Version“ mit 20km sowie eine Einsteigerdistanz mit insgesamt acht Kilometern im Angebot – die können auch als Einzelkämpfer betsritten werden. Veranstalter Sachs plant mit seiner Innovation mittelfristig. Für die Premiere wäre er bereits mit „100 Startern“ zufrieden, künftig möchte er diese Zahl aber auf „500 bis 1000“ hochschrauben.

Die Anmeldungen seien gut angelaufen, die Unterstützung der Region und Politik voll gegeben. „Die Sportler streben immer mehr nach dem Extremen. Sie kommen vom Laufen, Schwimmen, vom Triathlon. Viele wollen heute einfach mehr als Ultradistanzen.“ Diesen Kick würden sie in Ottenstein bekommen.

Bereits einen Tag vor der „Swim-Run-Premiere“ geht der klassische Backwaterman über die Bühne. Hier können sich die Open Water-Schwimmer in den fjordähnlichen Seitenarmen des Staussees, wo auch Orientierungssinn gefragt ist, auf der Klassik-Distanz von 7km, genauso aber über 750 bzw. 1500 Meter so richtig austoben.