Endstation für beide Bezirksteams. Eggenburg verlor in Perchtoldsdorf knapp. Horn kassierte eine Heim-Abfuhr gegen die Korneuburger.

Von Philipp Schneider und Bernd Dangl. Erstellt am 16. September 2014 (12:03)
Für Gerhard Kabesch (links) und seine Eggenburger kam's in Perchtoldsdorf in den Schlusssekunden knüppeldick.
NOEN, Siedler

HORN - KORNEUBURG 22:36. Dass es die Horner Handballer mit einem anderen Kaliber als in der Vorwoche gegen Tulln zu tun hatte, zeigte sich bereits in der Anfangsphase. Nach drei Minuten und 27 Sekunden lagen die Korneuburger mit 4:0 voran.

„Jungen Spieler hatten etwas zu viel Respekt“

„Man hat von Beginn an gemerkt, dass wir gegen den Meisterschafts-Favoriten spielen. Unsere jungen Spieler sind mit der aggressiven Deckung nicht zurecht gekommen, hatten etwas zu viel Respekt“, erklärte Torhüter Stefan Bayer.

Die Gastgeber stabilisierten sich in weiterer Folge zwar, kamen aber nicht näher als auf zwei Tore heran. Bis zur Pause vergrößerte sich der Vorsprung der Gäste auf sechs Treffer. In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit baute Korneuburg den Vorsprung auf neun Treffer weiter aus, ehe mit fünf Toren in Folge die deutliche Niederlage der Union Handball Horn endgültig feststand.

„Wir hatten auch etwas Wurfpech“

„Meiner Meinung nach ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen, der Spielverlauf war nicht ganz so schlimm, wie es das Endresultat aussagt“, so Bayer. „Wir hatten auch etwas Wurfpech, die Flügel haben nicht so gut getroffen wie vergangene Woche, dadurch kamen die Korneuburger zu vielen einfachen Toren, die ihnen wenig und uns viel Kraft gekostet haben.“

Zufrieden zeigte sich der Torhüter mit Einsatz und Kampfgeist, die Mannschaft habe wie in der Vorwoche bis zur letzten Sekunde alles versucht. „Dass es mit den vielen jungen Spielern Leistungsschwankungen geben wird, ist uns bewusst. Die Stimmung im Team ist auf jeden Fall sehr gut. Vielleicht war der Dämpfer kurz vor der Meisterschaft nicht schlecht, um nicht mit einer falschen Euphorie übertriebene Erwartungen zu schüren.“

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NOEN, Siedler

PERCHTOLDSDORF - EGGENBURG 25:24. Knapper als die Horner waren die Eggenburger, die Simon Garhofer, Daniel Ableidinger (beruflich verhindert), die verletzten Sebastian Nics und Christian Schörg sowie Felix Lintner (noch keine Spielberechtigung) vorgeben mussten, am Finaleinzug dran – zwei Sekunden vor dem Ende kassierten sie von Perchtoldsdorf aber noch den entscheidenden Treffer.

Fragwürdiger Pfiff überließ Heimischen den Ball

„Bitter“, wie Routinier Gerhard Kabesch meinte. „Dieser Treffer hätte eigentlich nicht passieren dürfen. Wir haben nicht schlecht gespielt.“

Denn die Gäste, die zur Pause noch mit drei Treffern im Rückstand lagen, bliesen im zweiten Abschnitt zur Aufholjagd und hatten eine Minute vor dem Ende, beim Stand von 24:24 im Angriff den Ball.

Ein fragwürdiger Pfiff des Referees ließ diesen aber zu den Hausherren wandern, die einen blitzschnellen Konter fuhren und zum Siegestreffer einnetzten. Manager Christian Lentschig sah aber dennoch Positives: „Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert – es war eine gute Standortbestimmung.“