Eggenburger Lukas Hutecek: „Stärkste Liga der Welt“. Der Eggenburger Lukas Hutecek über seinen Wechsel von den Fivers nach Deutschland zu Lemgo.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 17. Februar 2021 (00:47)
Künftig möchte Nationalteamspieler Lukas Hutecek möglichst oft in der deutschen Bundesliga für Lemgo jubeln.
Eva Manhart

Nach der Weltmeisterschaft in Ägypten machte es der Eggenburger Lukas Hutecek (20) klar: Er wird nach Saisonende seine Zelte bei den Fivers Margareten abbrechen, und in die Deutsche Bundesliga wechseln. Nun ist auch der Verein konkret: Hutecek wechselt zum Turn- und Ballspielverein (TBV) Lemgo Lippe. Lemgo befindet sich im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, hat 41.000 Einwohner und liegt rund 25 Kilometer von Bielefeld entfernt. Im europäischen Handballsport ist Lemgo eine renommierte Adresse. Der zweifache deutsche Meister (1997, 2003) und dreifache deutsche Pokalsieger (1995, 1997, 2003) gewann 1996 den Europacup der Pokalsieger sowie 2006 und 2010 den EHF-Europacup-Bewerb. In der aktuellen Saison rangiert Lemgo nach 16 von 38 Spielen unter 20 Teams an der 12. Tabellenposition.

NÖN: Warum haben Sie sich am Ende für TBV Lemgo entschieden?

Lukas Hutecek: Lemgo ist ein Traditionsverein in Deutschland und seit Ewigkeiten in der Bundesliga. Der Verein hatte auch schon viele internationale Erfolge. Nach der WM hatte ich viele Gespräche und und Telefonate. Es gab Interesse von vier, fünf Klubs aus der Deutschen Bundesliga. Es war ganz einfach so, dass sich vieles leiwand anhörte, und dann gab‘s eben Dinge, die dann noch „mehr leiwand“ waren. Daher war das für mich ein anngenehmer Entscheidungsprozess.

Sie tauchen jetzt quasi in eine neue Handball-Welt ein …

Hutecek: Das stimmt absolut. In Deutschland hat der Handball einen ganz anderen Stellenwert, als in Österreich. Dort ist jeder Spieler Profi. Deutschland ist die stärkste Liga der Welt. Ich freue mich richtig auf diese Herausforderung, jede Woche gegen Top-Mannschaften und Top-Spieler in tollen Hallen zu spielen.

Lemgo ist aktuell Tabellen-Zwölfter. Haben Sie diesen Schritt, nicht sofort zu einem absoluten Spitzenklub zu wechseln, bewusst gesetzt?

Hutecek: Ja. Ich wollte zu einem Verein wechseln, wo ich auch meine Fehler machen darf und mich weiterentwickeln kann. Es sind viele hervorragende Spieler bei diesem Verein, von denen ich viel lernen kann.

Mit Florian Kehrmann bekommen Sie bei Lemgo ja eine deutsche Handball-Legende zum Trainer …

Hutecek: Er war Weltmeister und ist in Deutschland und Lemgo, wo er lange spielte, populär. Die Basis zwischen uns hat von Anfang an gepasst. Er hat sich sehr um mich bemüht, schon immer wieder Spiele von mir und den Fivers gesehen und mir danach auch geschrieben.
Waren Sie schon in Lemgo vor Ort, oder wurde der Wechsel aufgrund der Corona-Situation quasi online über die Bühne gebracht?
Hutecek: Ich war noch nicht dort. Ich werde demnächst aber hinfliegen, um den Medizincheck zu erledigen. Dabei werde ich mir ein Bild machen bzw. Zeit nehmen, dass mir alles gezeigt wird. Der Verein ist wirklich sehr bemüht um mich.

Wann wird‘s für Sie fix nach Deutschland gehen?

Hutecek: Anfang/Mitte Juli werde ich übersiedeln. Die Vorbereitung startet Anfang August.

Haben Sie sich eigentlich schon eine bestimmte Rückennummer gesichert? In einem früheren Gespräch sagten Sie ja, dass Sie eine „2“ am Rücken brauchen …

Hutecek (lacht): Nein, darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich muss mir das noch überlegen, welche Nummer ich nehme. Aber die „2“ wird dabei sein.

Zuvor spielen Sie ohnehin noch die Saison mit den Fivers Margareten zu Ende. Wie lauten da die Ziele?

Hutecek: Der Verein hat mir so viel gegeben, sodass ich dem Verein noch etwas zurückgeben möchte. Toll wäre, wenn wir die Meisterschaft und den Cupsieg holen könnten. Es wird auf alle Fälle eine Herausforderung, weil wir ja auch in der European League spielen und dadurch ein straffes Programm haben.