Mayer gegen Ex-Klub: „Gewinnen mit 1:0“. Der Eggenburger Manfred Mayer (53) trifft am Samstag mit seinem neuen Verein Schrems auf seinen Langzeit-Klub Eggenburg und erhofft sich einen knappen Erfolg.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. September 2014 (12:08)
In der Saison 2007/08 führte Manfred Mayer (links) den SK Eggenburg mit dem Aufstieg in die 2. Landesliga zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Am Samstag kehrt der langjährige SKE-Coach als »Feind« zurück, wenn er mit dem ASV Schrems auf Eggenburg trifft.
NOEN, Bernd Dangl

NÖN: Am Samstag kommt‘s zum Aufeinandertreffen mit Ihrem Ex-Klub Eggenburg, wo Sie erst vor drei Wochen den Trainer-Job hingeworfen haben. Mit welchen Emotionen kehren Sie als nunmehriger Schrems-Coach an Ihre langjährige Wirkungsstätte zurück?
Manfred Mayer: Ich freue mich riesig auf dieses Spiel. Alles andere wäre auch fehl am Platz. Ich kann nur noch einmal betonen, dass wir im Guten auseinander gegangen sind. Es gab Auffassungsunterschiede, aber keinen Streit. Viele interpretieren da etwas hinein – das kann ich nur dementieren.

„Auch familienintern wird das Spiel ein großes Thema sein“

Sie wohnen ja nicht weit vom Eggenburger Fußballplatz entfernt. Wie werden Sie „anreisen“?
Genau so wie zu meiner Zeit als SKE-Trainer: mit dem Moped. Und zwar bereits zum U23-Spiel, weil mich das natürlich auch sehr interessiert.

Sie werden auch die alte Gewohnheit ablegen und dieses Mal in die Gäste-Kabine gehen …
Natürlich! Darauf habe ich mich schon eingestellt.

Das Spiel wird auch familienintern im Hause Mayer diskutiert werden, oder? Ihr Sohn Christoph ist ja Tormann-Trainer bei Eggenburg …
Das Spiel wird sicher ein großes Thema sein. Aber wir werden nicht ins Detail gehen. Wir werden uns logischerweise gegenseitig nichts verraten.

„In der Abwehr gut stehen und Standardsituationen vermeiden“

Sehen Sie Ihr Neo-Team Schrems im taktischen Vorteil, da Sie die Eggenburger, die Sie ja acht Jahre betreut haben, in- und auswendig kennen?
Ich denke nicht, dass wir da so einen großen Vorteil haben. Mein Nachfolger auf der Eggenburger Bank, Sebastian Schmidt, kennt ja die Schremser sicher sehr gut und hat uns auch beim 0:0 gegen Wilhelmsburg beobachtet. Wir werden uns gegenseitig also nicht wirklich überraschen können. Denn auch Schmidt kann keine neuen Spieler herausbacken. Also weiß ich, wie wir es gegen Eggenburg anlegen werden.

Wie werden Sie es denn anlegen?
Zunächst einmal müssen wir in der Abwehr gut stehen. Dann gilt es, Standardsituationen zu vermeiden. Eggenburg hat mit Max Blauensteiner einen der besten Freistoß-Schützen der Liga. In der Offensive haben sie aber genauso ihre Probleme, wie wir sie haben. 4:4 wird‘s sicher nicht ausgehen.

„Ein Tor werden wir schon irgendwie hineinnudeln“

Was tippen Sie denn, wie das Spiel enden wird?
Ich denke, dass bei uns wieder die Null stehen wird. Und einen Treffer werden wir schon irgendwie hineinnudeln. Also wird‘s 1:0 für Schrems ausgehen. Fix ist, dass es jetzt auch Zeit für den ersten Schremser Saisonsieg ist. Und diesen werden wir uns in Eggenburg holen. Schrems hat gegenüber Eggenburg auch einen kleinen technischen Vorteil.

Laufen im Hintergrund auch Wetten bezüglich des Spielausgangs?
Noch nicht! Aber ich werde mit Sebastian Schmidt vor dem Spiel noch vereinbaren, dass der Sieger dem Verlierer ein Bier zahlt. Es soll ja nicht sein, dass der Verlierer dann auch noch die Zeche zahlen muss. Diese Rechnung übernehme ich dann gerne.