Klassensieg in Spa. Der Eggenburger Bernhard Zimmermann startet nun in der „Formel-V“ und schaffte in Belgien gleich den Sprung auf Platz eins.

Erstellt am 08. Juni 2017 (02:24)
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Vollgas. Bernhard Zimmermann in seinem „Kaimann MK2“.

Für den Eggenburger Amateur-Rennfahrer Bernhard Zimmermann startete die internationale FIA Formel-V Rennsaison im belgischen Spa Francorchamps. Da er verletzungsbedingt am Hockenheimring aussetzen musste, freute er sich umso mehr, dass er in Spa den Klassensieg und den dritten Gesamtrang erzielen konnte.

Das Freitag-Training wurde unter Regen absolviert. Erschwerend hinzu kam, dass sich während des Trainings bei einem Rennfahrzeug eine Ölleitung löste und Teile der Strecke verschmutzte. „In dieser Kombination war es durchaus herausfordernd, die legendäre Eau Rouge zu meistern“, so Zimmermann. Das Qualifying und die Rennen an den folgenden Tagen wurden dann bei mäßigen Temperaturen, aber vor allem trockener Strecke absolviert.

In dieser Saison startet Zimmermann in einem Rennwagen des ehemals größten österreichischen Formel-V Rennteams, einem Kaimann MK2 aus Wien.

„Der „Master“ Kurt Bergmann, der seinerzeit Rennlegenden wie Niki Lauda, Helmut Marko und Keke Rosberg ein Cockpit bot, hatte in der Blütezeit der Formel-V ca. 200 Kaimann Rennwagen gebaut und ist damit einer der erfolgreichsten Rennwagenkonstrukteure Österreichs“, freut sich der Eggenburger.

In den Anfangszeiten gab es eine enge Kooperation mit Porsche Konstruktionen, bei der Entwicklungen der Formel-V Rennwagen gemeinsam erfolgte. Da Porsche 1969 die Produktion seines „Austro Vau“ Rennwagens, mit dem Zimmermann im Vorjahr in Le Mans startete, einstellte, war die logische Konsequenz für den bisherigen Porsche-Piloten auf einen Kaimann zu wechseln, um in der leistungsstärksten 1300er Klasse, die ab 1973 eingeführt wurde, starten zu können.

Der nächste Formel-V Lauf findet am Sachsenring statt.