Lorenz löst Dvorak als Chefcoach ab. Union Horn-Urgestein Wolfgang Lorenz übernimmt vom glücklosen Ladislav Dvorak das Traineramt bei der Union Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Juni 2014 (10:12)
NOEN, Dangl
Wolfgang Lorenz ist neuer Trainer der Union Horn. Foto: Dangl
Turbulente Zeiten bei der Union Horn: zuerst die Loslösung von Langzeit-Partner Waidhofen, jetzt ein Trainerwechsel: Vereins-Urgestein Wolfgang Lorenz löst den glücklosen Ladislav Dvorak ab, der in den vorigen zwei Saisonen nicht über den letzten Platz in der 1. Landesliga hinaus kam. Die Liga hielt Horn nur, weil kein NÖ Bundesligist abstieg bzw. weil keine Mannschaft aus der 2. Landesliga Aufstiegsambitionen hatte …

„Zwei, drei Jahre Zeit werden wir schon brauchen“

Detail am Rande: Lorenz war einst als Co-Trainer gemeinsam mit Chefcoach Jan Gmyrek von Dvorak abgelöst worden – jetzt dreht sich dieses Rad in die andere Richtung.

Lorenz, der auch im Vorstand und im Nachwuchs tätig ist, erhofft sich viel Zeit und Geduld: „Ich möchte den Weg, den ich einst mit Jan Gmyrek begonnen habe, weitergehen. Unter Dvorak hat sich leider nicht viel zum Positiven geändert. Zwei, drei Jahre Zeit werden wir schon brauchen.“

Vor allem deswegen, da er viele junge Spieler in die Kampfmannschaft einbauen möchte. „Gemeinsam mit den zwei Legionären und den arrivierten Spielern müssen wir die richtige Mischung finden.“

Waidhofner Solo: „Es ist doch schön, wenn etwas Neues entsteht“

Fix ist bereits, dass die Tschechen Jiri Frimmel und David Silhavy gehalten werden. Fix ist auch, dass jene Waidhofner Spieler, die zum Stamm der bisherigen Spielgemeinschaft zählten, weiterhin für die Union Horn auflaufen werden. Der Rest – quasi bisherige Ergänzungsspieler der SG – splittete sich unter Waidhofens Neo-Obmann Georg Süß ab und wird künftig als Union Waidhofen mit der Heimstätte in Zwettl sein Glück versuchen (die NÖN berichtete).

Lorenz sieht diesen Alleingang der Waidhofner locker: „Es ist doch schön, wenn etwas Neues entsteht. Handball ist eine Randsportart, es sollte im Waldviertel auch in Gmünd oder Zwettl einen eigenen Verein geben.“

Ähnlich sieht das auch Horn-Obmann Manfred Bareis, der betont, dass sich die SG in einem „guten Übereinkommen“ getrennt hätte: „Vielleicht schaffen die Waidhofner ja den Aufstieg in die 1. Landesliga – wir wünschen es ihnen auf alle Fälle.“ Mit Lorenz glaubt er einen engagierten Mann auf der Trainerbank zu wissen: „Er kennt den Verein und die Strukturen sehr gut. Es wird wieder aufwärts gehen.“