Race Around Austria: Thayatal Eagles trotzten der Hitze. Hitzewelle im Flachland, Gewitter, Straßensperren, zwei Grad und Regen im Bergland - das Team Thayatal Eagles wurde bei seinem ersten Race Around Austria hart gefordert.

Von Cornelia Grotte. Erstellt am 17. August 2017 (02:52)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Geschafft! Die Betreuer Jürgen Grubeck, Andreas Breit, Michael Kaufmann, Tobias Poindl, Thomas Dvorak und Klaus Kaiser posieren mit den Radfahrern Michael Kaufmann, Christoph Poindl, Harald Cerny und Bernd Höfinger (Mitte) für das Finisher-Foto.
privat

Nach drei Tagen, 16 Stunden und 48 Minuten kamen Bernd Höfinger, Harald Kaufmann, Christoph Poindl und Harald Cerny ins Ziel.

Rechtzeitig, um als Finisher des Race Around Austria zu zählen. Dabei hatten es die RAA-Neulinge nicht leicht. Extreme Temperaturen im Flachland, Gewitter im Burgenland, Straßensperren durch Unwetter und zwei Grad und Regen in den Bergen forderte das Team der Thayatal Eagles heraus. Umso emotionaler wurde es im Ziel.

„Der Wind war teilweise so stark, dass er uns beim Radfahren auf die Gegenfahrbahn gebracht hatte.“Teilnehmer Christoph Poindl

„Der Zieleinlauf war sehr emotional. Ich glaube, es gab nicht einem von unserem Team, dem nicht die Tränen gekommen sind“, erzählt Teilnehmer Christoph Poindl. Begonnen hatte das Race Around Austria in St. Georgen im Attergau begonnen. Der Start verlief gut für das Team. Bei der Durchfahrt in Drosendorf wurde das Team Thayatal Eagles herzlich von einem großen Fanclub aus dem Freundeskreis und Bekannten begrüßt.

Im Weinviertel wurden die Radfahrer dann von der Hitze geplagt, um im Burgenland von einem Gewitter überrascht zu werden. „Wir sind in ein extrem schweres Gewitter gekommen. Der Wind war teilweise so stark, dass er uns beim Radfahren auf die Gegenfahrbahn gebracht hatte“, so Poindl.

Dem Team blieb nichts anderes über, als eine halbe Stunde zu pausieren. Später wurden die Radfahrer von Straßensperren wegen herabgestürzter Bäume aufgehalten. In den Bergen erwartete die Thayatal Eagels dann Regen und kühle Temperaturen. „Wir hatten am Ende schon kein trockenes Gewand mehr, weil es die ganze Zeit geregnet hatte“, erzählt Christoph Poindl.

Eine Sache war jedoch besonders schwer – sowohl für die Radfahrer, als auch für das Team: „Der Schlafentzug war für alle am schlimmsten. Keiner von uns hat mehr als ein einhalb Stunden Schlaf bekommen“, so Klaus Kaiser, Chef des Betreuerteams. Auch das Essen gestaltete sich schwierig. „Ich habe mich größtenteils von Mannerschnitten, Bananen und Butterkeksen ernährt“, sagt Poindl, dem zum Essen wenig Zeit blieb. Doch im Ziel überwog die Freude, dass man das Rennen in unter 100 Stunden schaffte!