URW Waldviertel im Umbruch. 50 Prozent des Kaders der Waldviertler soll gehalten werden. AVL-Titel kein Thema mehr. Manager Hahn hat aber auch mit organisatorischen Herausforderungen zu kämpfen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 22. Juli 2020 (02:57)
Werner Hahn, Manager der URW Waldviertel.
URW

Mit Trainer Zdenek Smejkal und Co-Trainer Michal Peciakowski gibt‘s derzeit nur zwei Fixstarter bei der URW Waldviertel für die kommende Saison. Ansonsten befinden sich die Zwettler Volleyballer aktuell in einer kadertechnischen Umbruchphase wie Manager Werner Hahn, der seit wenigen Wochen ja auch geschäftsführender Obmann ist, erzählt. „Wir führen derzeit viele Gespräche. Ich hoffe, dass wir an die 50 Prozent der Spieler, von denen wir überzeugt sind, dass sie uns weiterhelfen, halten können.“

Konkrete Namen, wer geht beziehungsweise wer kommt, wollte er noch keine nennen. Anfang August soll die Kaderplanung weitgehend abgeschlossen sein. „Die Jungs waren Dritter in der MEVZA, in der Meisterschaft vorne dabei, haben tolle Europacup-Partien gespielt – da kommen dann klarerweise auch andere Vereine, wo wir finanziell nicht mithalten können.“

Hahn versichert aber: „Ich bin überzeugt davon, dass wir eine coole, gute Mannschaft haben werden, die voll konkurrenzfähig sein wird.“ Nach zwei Vizemeistertiteln und Rang drei beim Meisterschaftsabbruch im März, wird‘s diesmal aber keine Ansage Richtung Meistertitel geben …

Hoffen auf Spiele mit Publikum

Aber nicht nur die Kaderplanungen verlangen Hahn und seinem Team alles ab, sondern auch die Auflagen bezüglich Corona. „Wir haben einen ersten Leitfaden des Verbandes bekommen, versuchen, den genau umzusetzen“, so Hahn. Vorm Trainingsstart müssten alle Spieler einem Coronatest unterzogen werden. Ebenso Spieler, die aus dem Ausland verpflichtet werden. Danach könnten jederzeit Testungen schlagend werden, wenn Krankheitssymptome bei einem Spieler auftreten.

Auch der organisatorische Aufwand für die Meisterschaft sei enorm, wie Werner Hahn erzählt. Geplant ist, dass die AVL am Wochenende 3./4. Oktober loslegt. „Wir wissen noch nicht, ob wir mit Fans spielen können und, wenn ja, mit wie vielen. Wie erfolgt die Anordnung der Sitze? Es gibt so viele offene Fragen“, berichtet Hahn. Die Waldviertler sind bekannt für volle Tribünen, wo es lautstark zur Sache geht. Angedacht werden laut Hahn auch Zusatztribünen, um möglichst viele Fans mit möglichst viel Abstand unterzubringen können.