Geteilte Gefühlswelten in Ausdauer-Sportlandschaft. Während Backwaterman-Organisator Andreas Sachs optimistisch ist, fürchtet man in Waidhofen eine neuerliche Absage. „Eisenmann“ und „Langau“ sind noch unsicher.

Von Bernd Dangl und Maximilian Köpf. Erstellt am 03. Februar 2021 (00:27)
Im Waldviertel würden in diesem Jahr einige Ausdauersport-Highlights am Programm stehen. Optimistisch gibt man sich beim „Backwaterman“ – und das nicht nur wegen der malerischen Landschaft rund um den Ottensteiner Stausee.
privat

Als im Vorjahr die Corona-Pandemie ausbrach, erfuhr die Sport-Szene ein jähes Ende. Während manche Sportarten im Laufe des Jahres ihren Betrieb wieder aufnahmen, herrschte in der Waldviertler Ausdauer-Sportlandschaft weitgehend andauernden Stillstand.

„Backwaterman“. Wer sein Event allerdings durchzog, war Andreas Sachs. Wenige Tage nachdem per 1. Juli wieder Wettkämpfe im Amateurbereich erlaubt waren, startete er am Ottensteiner Stausee seinen „Backwaterman“. Auch für dieses Jahr zeigt sich Sachs sehr optimistisch, dass es Ausdauersport-Wettkämpfe am Stausee geben wird. „Wir sind mitten in den Planungen, haben die Anmeldungen laufen und bereits zahlreiches Feedback von internationalen Startern bekommen.“ Sachs möchte sein Event weiter ausbauen und die 16. Auflage auf insgesamt fünf Tage strecken. Am 5./6. Juni soll der „SwimRun“-Bewerb, der heuer erstmals mit einer 14km Sprint-Strecke aufwartet, um Neulinge anzusprechen, stattfinden, von 2. bis 4. Juli die „Open Water“-Schwimmbewerbe. „Grundsätzlich gehen wir bei der Planung von einer Sicherheitsvariante aus, den Bewerb auch bei eingeschränkten Rahmenbedingungen wegen Covid, so wie auch schon 2020, durchführen zu können. Das beinhaltet unter anderen Teilnehmerbeschränkung, Entzerrung des Programms und Vermeidung von Massen, neben den bereits etablierten Hygiene-Umständen“, ist Sachs optimistisch, dass sein Bewerb stattfindet.

„Thayatal Triathlon“. Weniger optimistisch gibt sich LTU Waidhofen-Chef Erich Scharf, was den für 3. Juni geplanten „Thayatal Triathlon“ betrifft. Im Vorjahr hätte dessen Premiere stattfinden sollen, nach der Verschiebung auf 2021 steht weiterhin ein dickes Fragezeichen hinter dem Bewerb. „Bei uns steht und fällt alles mit der Durchführung des Rot Kreuz-Festes. Gibt‘s das Fest, dann gibt‘s auch den Triathlon, weil wir die Fest-Infrastruktur nutzen“, erklärt Scharf. Eine definitive Entscheidung soll bis Ende Februar fallen.“ Aufgeben möchte Scharf, der einst den Waidhofner Stadtlauf zu einem Waldviertler Sport-Highlight machte, bei einer neuerlichen Absage nicht. „Dann machen wir ihn eben 2022.“

Waldviertler Eisenmann. Auch die Durchführung des 13. Waldviertler Eisenmanns in Litschau am 12. und 13 Juni wollen die Veranstalter vom TriTeam Chaos zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht garantieren. Nach dem Jahr 2020, als man erst mit einer Verschiebung liebäugelte, den WEM dann aber doch absagen musste, ist man diesmal vorsichtiger. „Wir hoffen, dass sich die Situation mit den Impfungen wesentlich bessern wird“, schreiben die Veranstalter um Alexander Kolar auf Facebook. „Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass die Austragung des WEM 2021 aufgrund der nicht prognostizierbaren Entwicklung der Covid-Situation in den nächsten Monaten nicht gesichert ist.“ Die Online-Anmeldung ist jedenfalls geöffnet.

„Interregionaler Triathlon Langau“. Den 16. Juni ins Visier genommen hat der SVU Langau. „Wir müssen abwarten, was vonseiten der Politik kommt“, sagt Obmann Dietmar Haller. „Dann setzen wir uns zusammen und beraten, wie und ob wir den Bewerb durchführen können. Nachdem wir im Vorjahr aber absagen mussten, möchten wir den Bewerb diesmal aber schon machen.“