Obmann Schiffer im Gespräch: „Dann würde was abgehen“. LC-Obmann Michael Schiffer zog nach Abschluss des 27. Waldviertler Laufcups seine Plus-Minus-Bilanz, sprach über „Verrückte“ im Organisationsteam und neue Impulse.

Von Michael Salzer. Erstellt am 21. September 2016 (02:19)
NOEN
Michael Schiffer aus Geras istObmann des LC Waldviertel.

Nach Abschluss der Waldviertler Laufserie 2016 in Groß-Siegharts (Bericht und Ergebnisse auf Seite) zog Michael Schiffer, Obmann des LC Waldviertel, im NÖN-Gespräch seine Plus-Minus-Bilanz: „Im Grunde sind wir zufrieden, mit dem neuen Sponsor (Anm.: W.E.B) haben wir etwas an Bewegungsfreiheit im finanziellen Bereich dazu gewonnen.“

Es sei nun auch keine Rede mehr davon, dass man den Laufcup einstellen wolle, so Schiffer: „Was nach 27 Jahren definiv schade wäre. In der Waldviertler Sportszene würde dann sicher was abgehen!“

Das aktuelle Veranstalter-Team mit Herbert Stadlmann, Rudi Cerny und LC-Obmann Schiffer selbst habe zwar die nötige Routine, um eine eine problemlose Abwicklung zu gewährleisten.

„Aber im organisatorischen Bereich fehlt einfach die eine Person, die für die Marke Waldviertelcup steht, der positiv Verrückte, der den Cup als Mission oder Lebensaufgabe betrachtet. Wir machen’s halt neben vielen anderen Sachen rund um den Laufsport.“ Letztlich sei es aber so, dass der momentane Stand der Dinge auch schlechter sein könnte, ergänzt Michael Schiffer: „Das Angebot passt und wird auch angenommen.“

Extreme Schwankungen beim Hobbylauf

Unglaubliche 526 Starter waren es beim Hobby- bzw. Benefizlauf in Waidhofen, nur magere 12 in Groß Siegharts. Wie kommt es zu solchen massiven Schwankungen bei den Teilnehmerzahlen? Schiffer: „Die zehn Veranstaltungen, die wir heuer hatten, sind vom organisatorischen Aufwand her so unterschiedlich, dass man sie überhaupt nicht vergleichen kann. Die hohen Zahlen werden schlicht durch die Teilnehmer aus der jeweiligen Region erreicht, das zeigen sämtliche Auswertungen. Die einzige Ausnahme ist vielleicht der Ottensteiner Seelauf mit seinem landschaftlichen Flair.“

Wie zufrieden ist Michael Schiffer mit dem sportlichen Niveau? „Das hat sich in den letzten Jahren konsolidiert und ist wieder leicht gestiegen. Positiv zu bewerten ist auf jeden Fall die höhere Zahl an jüngeren Athleten. Allerdings waren wir an der Spitze etwas dünner aufgestellt, weil einige LeistungsträgerInnen ausgefallen sind. Das ist aber eine natürliche Wellenbewegung, die Vorjahre waren für den LC Waldviertel ja historisch besonders erfolgreich.“

Im Endeffekt seien keine großen Veränderungen im Waldviertler Laufcup 2017 zu erwarten, erklärt Michael Schiffer. Der Schönfelder Volkslauf werde wieder in die Serie eingegliedert, gänzlich fixiert sei der Terminplan aber noch nicht.

Zu neuen Impulsen, Stichwort: Dirtrun, sagt der LC-Obmann nicht viel: „Das ist eine komplett unterschiedliche Klientel, die sich zu 99 Prozent nicht mit unserer überschneidet. Natürlich bringen diese Bewerbe interessante Aspekte mit sich, aber sie haben in der Sportszene so gut wie gar nichts Nachhaltiges bewirkt. Wir vertrauen weiterhin auf unsere schöne Natur und die natürlichen Herausforderungen des Waldviertels.“