Handball: Eggenburgs Einspruch bleibt ohne Erfolg

Erstellt am 11. Mai 2022 | 02:45
Lesezeit: 3 Min
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Enttäuschung. Eggenburg (vorne: Nicole Joksch) wird nach fünf Jahren die höchste Spielklasse verlassen müssen und in der kommenden Saison in der WHA Challenge tätig sein.
Foto: Stöger
Liga-Präsident Stephen Gibson sieht keine Chancen, auf einen Meisterliga-Verbleib des Tabellenletzten Eggenburg.
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Am Wochenende wurde die WHA Meisterliga mit den noch ausständigen Spielen endgültig abgeschlossen. Der letzte Tabellenplatz des UHC Eggenburg stand schon seit einiger Zeit fest. Der Verein wehrt sich aber gegen den Abstieg in die zweite Leistungsstufe, die WHA Challenge und legte Beschwerde beim Österreichischen Handball Bund ein.

Der Grund: Eggenburg hätte sich im Vergleich zu anderen Teams strikt an den Spielplan gehalten, wodurch eine Wettbewerbsverzerrung zum Tragen gekommen wäre. Eggenburg hofft durch die Beschwerde, doch noch einen Platz in der WHA Meisterliga für die kommende Saison ergattern zu können. ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner erklärte, dass eine Modus-Änderung nicht durch den Verband festgelegt werden kann: „Eine Entscheidung über eine allfällige Modusänderung kann nicht das ÖHB-Direktorium treffen, sondern müsste über Antrag eines Vorstandsmitgliedes – im Fall des UHC Eggenburg entweder durch die WHA selbst oder den NÖHV – auf Beschluss des ÖHB-Vorstandes erfolgen.“

Klubs stimmten für einen Absteiger

Bis dato seien viele Fragen noch ungeklärt, wie UHC Eggenburg-Teammanager Thomas Ableidinger sagt: „Auf konkrete Fragen gab es nur allgemeine Antworten, wo aus Satzungen zitiert wurde. Wir warten auf Konkretes.“

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Stephen Gibson, Präsident der WHA.
Foto: Zottl

Diese konkreten Antworten lieferte nun Stephen Gibson, Liga-Präsident der WHA. Er sieht den Eggenburger Abstieg quasi besiegelt. „So leid mir das für Eggenburg tut. Aber es gibt hier keinen Grund für Beanstandungen.“ Laut Gibson sei alles regelkonform abgelaufen. So hätte vor Saisonstart jeder Verein eine Liste mit zwölf fixen Spielerinnen plus drei Torfrauen definieren müssen. Erst, wenn hier drei Spielerinnen plus eine Torfrau, oder vier Feldspielerinnen, oder zwei der drei Torfrauen ausgefallen wären, wäre ein Verein absageberechtigt gewesen.

„Eggenburg hat die Kriterien, ein Spiel durchzuziehen, immer erfüllt“, sagt Gibson. Zudem hätten die 20 WHA-Klubs (Meisterliga, Challenge) im Vorfeld der Saison mit 16:4 dafür gestimmt, dass es auf jeden Fall einen Absteiger in dieser Saison geben soll. „Mit diesen Argumenten tue ich mir als WHA nun schwer, jetzt beim Verband für keinen Absteiger zu plädieren“, führt Gibson aus.