Wieder Zweiter. Der USV Kühnring spielte eine tolle Saison, musste sich aber zum zweiten Mal in Folge mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 11. Juni 2014 (08:54)
NOEN, Karl Stoeger
Da leuchtete ein 6:1-Sieg über Eintracht Pulkautal von der Anzeigetafel - dennoch war den Kühnringern nicht zum Feiern zu Mute, denn: Das Fernduell gegen Ziersdorf um den Meistertitel der 2. Klasse Schmidatal hatten sie verloren. Foto: Karl Stöger
Dritter, Zweiter und … wieder Zweiter. Langsam tastete sich der USV Kühnring in den vergangenen Jahren nach dem freiwilligen Abstieg aus der 1. Klasse nach der Saison 2009/10 (Platz vier), bedingt durch eine Spielerflucht, wo ein Großteil der Kampfmannschaft das Weite suchte, zurück an die Spitze der 2. Klasse Schmidatal. Noch sollte es mit dem neuerlichen Aufstieg aber nicht klappen.

„Schlaflose Nacht nach dem Gars-Spiel“

Denn obwohl nach dem 1:1 im direkten Spitzenduell gegen Ziersdorf in der Vorrunde die Weichen Richtung Titel gestellt waren, ließ eine ersatzgeschwächte Truppe im Nachtrag gegen Gars Federn. Nur 2:2 und damit einen Zähler Rückstand auf die Ziersdorfer. Die nützten diese Vorlage und fuhren den Titel mit einem 3:0 in Sitzendorf ein (siehe dieswöchige Horner NÖN, Seiten 80/81).

Für Kühnring-Obmann Franz Winkelhofer war klar: „Die Sache war schon vor der Schlussrunde unter Dach und Fach. Wir wussten, dass wir es vergeigt hatten. Nach dem Gars-Spiel hatte ich eine schlaflose Nacht.“

Nächster Angriff in der nächsten Saison

Die Gründe dafür kennt er: „Ziersdorf hat Top-Legionäre. Die tragen 75 Prozent des Spiels. Bei uns machen die Legionäre vielleicht 30 Prozent aus.“ Der 42-jährige David Kriz sei aber ein „super Bursche“ – nur das zunehmende Alter mache sich am Spielfeld schon zu oft bemerkbar. Daher werden die Kühnringer auch die Legionäre (auch den Bulgaren Mladen Ushev) austauschen.

Ein weiterer entscheidender Punkt sei gewesen, dass einige Leistungsträger zuletzt ihrer Form hinterhergelaufen sind. „Schade, dass das gerade jetzt passieren musste“, war Winkelhofer zerknirscht. Auch der Umstand, dass 60 Punkte in jeder anderen NÖZwölferliga den Titel eingebracht hätte, nützt da nichts. „Wir hatten ja keine Umfaller. Zweimal pro Saison kann man schon verlieren.“

Bis auf die Legionäre sollen aber alle Spieler gehalten werden. Dann wird der Titel wieder in Angriff genommen. Winkelhofer weiß, dass das nicht leicht wird: „Gars und Pulkau mischen da sicherlich mit.“