Eggenburg jubelt über den Saisonverlauf. Der Rhythmus war nach einer mehrwöchigen Pause weg, die Luft nach längst geschafftem Klassenerhalt und Ausscheiden im ÖHB Cup-Halbfinale vielleicht schon etwas draußen – dennoch verabschiedete sich Eggenburg mit einer tadellosen Vorstellung im NÖ-Duell gegen Stockerau aus der Meisterschaft.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:23)
Bereit zum Freudentanz: Eggenburg beendete die WHA an der achten Position. Das ist das bisher beste Ergebnis der Vereinsgeschichte.
Karl Stöger

„Mit der Leistung bin ich durchaus zufrieden“, resümierte Trainer Tibor Csoka trotz der 25:29-Niederlage. Den Grund dafür kennt er. „Zwischen der 15. und 28. Minute hatten wir eine Schwächephase, wo wir einen Rückstand aufgerissen haben, den wir nicht mehr aufgeholt haben.“

In der zweiten Halbzeit kamen die Eggenburgerinnen zwar nochmals auf bis zu „minus 2“ heran, doch technische Fehler vereitelten den Anschluss, während Stockerau im Konter zuschlug. Eggenburg musste früh auf Spielmacherin Nicol Nejedlikova verzichten. Die Slowakin musste bereits in den Anfangsminuten verletzt runter. Der Grad der Verletzung sei, so Csoka, noch nicht genau definiert. In der zweiten Halbzeit setzte der Coach vermehrt auf junge Spielerinnen, brachte auch Anna Nowotny im Tor anstelle der slowakischen Team-Torfrau Adriana Medvedova.

Positive Bilanz mit historisch bestem Ergebnis. Mit dem achten Endrang und somit dem besten Ergebnis in der Eggenburger WHA-Historie, ist Csoka mehr als zufrieden. „Wir haben den Anschluss ans Mittelfeld geschafft, können mit den Top-Mannschaften mithalten. Top-8 von Österreich ist ein super Ergebnis.“ Dazu kommt das Erreichen des Cup-Halbfinales, wo unter anderem Trofaiach (Liga-Vierter) sowie MGA Fivers (6.) eliminiert wurden. „Diese Saison war eine große Erfahrung für unser Team“, so Csoka.

Wie es weitergeht. Die Saison sei coronabedingt nicht die einfachste gewesen, wie der Trainer ausführt. Die Meisterschaft ist zwar zu Ende, es wird dennoch weiter trainiert. Zum Einen ist die Eggenburger U18 noch im Meisterschaftseinsatz, zum anderen geht‘s für manche Akteurinnen im Juni und Juli bei den Nachwuchsnationalteams weiter. Hier gilt es, in Form zu bleiben. „Wir werden noch bis 29. Mai hart trainieren. Dann sollen die Mädels Pause machen“, sagt Csoka. Ende Juni pfeift er wieder die Vorbereitung auf die neue Saison an. Ob es zu Kader-Veränderungen kommt? „Das zu kommunizieren, wäre jetzt noch zu früh. Wir schließen jetzt einmal diese Saison ab, dann sprechen wir über den Kader für die kommende Saison.“